Die Leiche soll ein Testament machen

 

Wie ja einige schon beim Felix lasen, wir wollen aufrüsten.

Aber von Anfang an.

Außer den geschäftlichen Telefonanschlüssen, gibt es auch noch einen Privaten.

Den gibt’s so lange ich denken kann. Der war weil es früher ja keinerlei Alternativen gab bei der Post heute Telekom und wie damals wohl nicht unüblich auf den Haushaltsvorstand den Mann gemeldet.

Als der nun starb, vor rund 40 Jahren ,war von Internet noch nicht die Rede und es war immer noch nur die nun Telekom genannte Institution, welche die Möglichkeit zum telefonieren anbot.

Deshalb wurde der private Anschluss auch nie umgemeldet. Es bestand keinerlei Notwendigkeit und wurde, ich muss es gestehen ,im Laufe der Zeit vergessen.

Nun soll der Anschluss modernisiert, sprich aufgerüstet werden . Ein Hybridanschluss der Telekom weckte die Begehrlichkeit.

Dabei stellte sich dann heraus , der Anschluss läuft noch immer auf den vor 40 Jahren verstorbenen.

Das kann ja nicht schwer sein so etwas umzumelden und den gewünschten Anschluss zu bekommen,denkt nun mach einer und ich gestehe es ,wir dachten es auch.

Nun zuerst einmal in das Flagshipstore genannte Hauptgeschäft der Telekom.

Seit ich zuletzt dort war , hat sich einges radikal geändert. Man sucht sich nun nicht mehr den einem genehmen freien Verkäufer aus. Man bekommt eine Nummer und wird dann zugewiesen, was in rüpelhaftem Ton mitgeteilt wird. Aber zuerst muss man warten. Bringen Sie reichlich Zeit mit, wenn sie den Herrschaften einen Auftrag erteilen möchten und vielleicht wegen der Durchführung die eine oder andere Frage haben.

Nun ich hatte weder Zeit noch Lust mich wegen eines Auftrags, den ich erteilen wollte, in dieser Art und weise behandeln zu lassen, also besuchte ich die faktisch im „Vorgarten“ der Telekom hausende Konkurrenz.

Die waren sehr nett und die Beratung war zügig und kompetent. Ein sehr gutes Angebot inklusive.

Aber die Telekom sollte ja auch ihre Chance bekommen, außerdem war da ja immer noch das Problem, der Anschluss musste umgemeldet werden.

Also besuchten wir am nächsten Tag eine andere große Filiale des Unternehmens in der Vorstadt.

Hier wurde es nun richtig spannend. Ummelden? Da war die Belegschaft aber ganz und gar nicht für. Nach Ansicht der Mitarbeiter der Telekom leben die Menschen ewig. Und wenn sie tot sind ,sind sie noch lange nicht tot.

Uns wurde nämlich mitgeteilt um den Anschluss umzumelden benötigten wir die Sterbeurkunde und ein Testament in dem uns der Anschluss explizit vermacht worden sei ,bitte beides im Original vorzulegen.

Pünktchen war, genau wie ich ,sprachlos.

Auf meinen Einwand , der bei ihnen eingetragene Besitzer des Anschlusses sei seit 40 Jahren tot , er läge auf dem Friedhof und ein Testament des gewünschten Inhalts gäbe es nicht, wurde uns erklärt ,dann müssten wir eben dem Anschlussinhaber nun mitteilen ,das er bevor er stürbe ,ein Testament des Inhalts ,das er den Anschluss uns vererbe, zu machen habe.

Wir verließen recht geschockt das Geschäft.

Darauf war erst einmal ein Cognac für uns beide fällig ,im nächstgelegenen Café.

Und die Überlegung, was machen wir nun?

Die Sterbeurkunde wäre ja problemlos ,alles weitere unmöglich.

Natürlich stellte sich auch die Frage, ist die Telekom noch die Firma , mit der wir Geschäfte machen möchten?

Nun heute morgen habe ich statt zu arbeiten ,ein wenig telefoniert.0800 Nummer wenigstens. Denn die Wartezeit betrug sage und schreibe 60 Minuten.Sicher es wurde ein Rückruf angeboten nur der wäre noch zeitraubender gewesen, denn da stellt sich die Frage, wann werden sie zurückrufen? Pünktchen wollte ich diese Misere nun wirklich nicht zumuten.

Nun nach 60 Minuten gab ich auf und probierte eine andere 0800 Nummer der Telekom. Siehe da ,ein Mitarbeiter entdeckte wofür ein Telefon von Nutzen sein kann.

Der Anschluss soll nun umgemeldet sein, das ging nämlich angeblich per Telekom Computer binnen Sekunden, Nun hoffen wir auf die Post, die uns die Bestätigung zukommen lassen muss.Schriftlich auf Papier, bitte.Trau schau wem. Bestimmt nicht der Telekom.

Danach werden wir uns wohl ausgiebig mit der im Vorgarten der Telekom hausenden

Konkurrenz unterhalten müssen, auch die geschäftlichen Anschlüsse bedürfen ,wie es aussieht ,der dringenden Revision.

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Ökonomischer Dieseldunst

 

Nun soll morgen in Leipzig ein Gerichtsentscheid über die Notwendigkeit oder Nichtnotwendigkeit von Dieselfahrverboten verkündet werden. Die Ursache, durch Diesel stark verschmutzte Luft, und die damit verbundene Uneinsichtigkeit der Menschen, besonders der Autofahrer, sich nun anderweitig zu orientieren und umweltbewußter zu verhalten.

Beruflich sind wir ohne Auto aufgeschmissen und ein Fahrverbot käme in meinem Fall einem Berufsverbot gleich.

Wir bemühen uns sehr , uns umweltgerecht zu verhalten, was in der Regel aber nur privat möglich ist.

Nur das ist gar nicht so einfach.

Da ist zum Beispiel das Problem , wenn wir den sogenannten ÖNVP benutzen, um in die Stadt zu fahren,kostet das pro Person fast 5,65 € , eine Menge Geld für zwei Personen sind das schon11.30€.

Dafür kann ich lange in der Stadt parken.

Länger, als wir uns normalerweise in der Stadt aufhalten.

Auch das Problem der Zeit ist dabei nicht ausser acht zu lassen, fahren wir mit den ÖNVP in die Stadt, brauchen wir pro Strecke reine Fahrzeit 45 Min . also kommt eine Strecke mit der dazugehörigen unvermeidbaren Wartezeit auf 60 Min.

Da bin ichmit 25 Min. pro Strecke schneller mit dem Auto in der Stadt.

Trotzdem man bemüht sich ja.

Wir kamen auf die Idee, man könnte das ein Produkt vielleicht bestellen.Obwohl wir eigentlich gegen diese Internetbestellungen sind. Schliesslich sollen, so wird immer wieder von sogenannten Ökos propagiert, heimische Händler, die auch reale Läden betreiben bevorzugt werden, damit wir weiterhin Geschäfte in den Städten haben

Hauptsächlich geht es in bei uns um Bücher im weitesten Sinn.

Da gibt es den Spruch „ Buch dabei, Porto frei“, nur so ganz stimmt das dann auch nicht immer.

Wenn man nämlich bei Unternehmen bestellt, die auch Ladengeschäfte betreiben, sieht das ein wenig anders aus.

So habe ich es eben erst erlebt. Ein paar Hörbücher waren unser Wunsch.

Schnell eben beim Händler mit dem Ladengeschäft in der Innenstadt bestellt und zur Kasse . Nur was sehe ich da . Buch? Hörbuch ist also kein Buch. Ich soll Portogebühren zahlen. Happige Portogebühren von 4.65€

Nun gut, dann packen wir eben noch ein gedrucktes Buch dazu. Nur leider ,wie sollte es anders sein, das ist nicht genug, denn wieder verlangt der Händler die gleichen erheblichen Portogebühren.

Das kann nicht sein ,denke ich und lese das ganze Bestellprocedre noch einmal durch. Stimmt“ Buch dabei, portofrei“ das steht da, nur das berühmte Kleingedruckte informiert mich, das Buch muss auch eine bestimmte Summe kosten.

Da liegt „der Hase eben im Pfeffer“. Wir kaufen bevorzugt , also fast ausschließlich Taschenbücher. Wir besitzen nämlich bereits so viele Bücher, das wir mit dem Platz geizen müssen. Da sind Taschenbücher einfach praktischer , die haben faktisch fast alle die gleiche Größe und benötigen deshalb weniger Regalplatz.

Unser Buch , ein Taschenbuch, kostet also zu wenig.

Ist also nichts mit bestellen und umweltfreundlich die Fahrt in die Stadt sparen.

Deshalb habe ich wie immer die Bücher zur Abholung in die Filiale bestellt, werde nur 1 € Parkgebühr entrichten , mit dem Wagen in die Innenstadt fahren , für Hin- und Rückweg zusammen weniger als eine Stunde benötigen und wieder ein wenig Abgas in der Innenstadt verteilen.

So ist der Bücherkauf für uns zeitlich, wie auch finanziell wesentlich sparsamer. Ich denke niemand wird sein Geld freiwillig in den nächsten Gully schmeissen.

Wortgestoeber

Schleichers eine besondere Spezies…..

Ich bin ja beruflich sehr viel unterwegs und muss dann auch parken. in Tiefgaragen und Parkhäusern, zumeist, so 10-15 dieser Institutionen schaff ich pro Woche

Es geht um eine Spezies , die ich immer wieder an und in Parkhäusern beobachten kann. Da ist er, der Schleicher. das Theater beginnt damit , dass er überlegt, ob er rein fahren möchte. Am liebsten würde er nämlich vor dem Tor des Parkhauses parken, darauf hoffend, daß sich jemand erbarmt und sein Auto parkt und es  ihm natürlich auf Verlangen sofort wieder zur Verfügung stellt.Da ist der Schleicher eigen.

Aber dieser Wunsch wird dem Schleicher meist nicht erfüllt und so muss er wohl persönlich parken.Schleichers haben ein paar besondere Angewohnheiten. Sie parken auf dem ersten freien Platz, den sie finden können und sei es auch es auch ein Frauenparkplatz. Frau Schleicher ist ja dabei, dann darf man, denkt der Schleicher.Außerdem Schleichers haben Zeit, unendlich viel Zeit und sind äußerst resistent gegen äußere Einflüsse, wie entnervtes hupen.

Und so fährt unser Schleicher nach passieren der Schranke langsam , unendlich langsam, mit suchendem Blick in der ersten Parketage spazieren.Wenn er meint ein Plätzchen entdeckt zu haben , dass vielleicht bald frei sein könnte,bleibt er stehen.Und er steht gut und sehr geduldig.Zum nicht geringen Entsetzen  der hinter ihm wartenden Parkplatz suchenden. Hat Schleicher ein freies Plätzchen fürs Auto gefunden,beginnt Teil zwei des Schleicherschen Theaters.Vorzugsweise fahren die Schleicher SUV und sind sich über Wendekreis und der Maße des Fahrzeugs nur ungefähr bewusst. Das Auto soll auch keinen Kratzer abbekommen, verstehe ich, will ich auch nicht.

Also fährt der Schleicher langsam, in Zeitlupe, vor-und zurück, vor-und zurück, mit wenig Ergebnis.Nun beordert er Frau Schleicher vor und je nach dem auch hinter den Wagen , ihn einzuweisen.Und es geht wieder vor-und zurück, vor-und zurück. Bis sich ein Erfolg für Schleichers abzeichnet, stehen  entnervte Parkplatz suchende hinter Schleichers, denn sie kommen ja auch nicht weiter. Schleichers zu versuchen zu überzeugen, daß ein paar Etagen rauf oder runter sich  ganz  sicher die freie Auswahl an Parkplätzen findet, ist ein läßliches Unterfangen, Schließlich laufen Schleicher keinen Meter mehr als unbedingt unvermeidbar nötig und das ist ja bei ihrer Art Parkplätze zu belegen , auch nicht nötig.

Wortgestöber

 

 

 

Invasion der Inflation

Mein Computerhersteller hat zwei „Gütesiegel“: „Testsieger Tablett Hersteller After Sales  Support /Test 03/2015/10 Anbieter“ von der „Deutsche Gesellschaft für Verbraucherstudien GmbH“ kann man da lesen und er ist Testsieger im“ Bereich Computerhersteler/Beratung und Support vom November 2014″beim „Institut für Servicequalität GmbH & Co.KG“. Mein Lebensmittelhändler möchte „Händler des Jahres 2015-2016“ werden und der andere ist bereits „Händler des Jahres 2014-2015“

Und so weiter und so fort…

Wer vergibt eigentlich solche „Auszeichnungen“? Im Augenblick schleicht sich bei mir immer mehr der Verdacht einer Inflation ein. Jeder und jedes bekommt, von wem auch immer, ein Gütesiegel, wo ihm bestes tun und lassen bescheinigt wird.

Wer schlägt eigentlich  die so ausgezeichneten für die diversen Auszeichnungen vor? Kann ich da auch wen vorschlagen? Oder anders , wie stellt man es an Vorschläge für Vorgeschlagene zu machen?

Will ich denn das überhaupt? Glaube ich denn an diese „Testsieger“?Glaubt da irgendwer dran? Oder überliest man das einfach?

Genauso lese ich bei Lebensmitteln „DLG Siegel“ in Gold oder seltener in Silber.

Aber auf so vielen Produkten, da fragt man sich doch wer wählt die alle aus? Nach welchen Kriterien werden sie von wem beurteilt? Wer bringt die immense Zeit auf , all das zu beurteilen? Und ich frage mich , kann der Verbraucher da mit bewerten? Oder ist er eben nur der Verbraucher?

Überall sind Siegel drauf und es wird auf Tests verwiesen…eine richtige Inflation. Wobei man allerdings sagen muß, bei einer Inflation handelt es sich  um eine Entwertung, hier um die Entwertung der Testergebnisse, wie ich denke.

wortgestoeber