Und täglich grinst der Weihnachtsstress….

 

Wir lesen gerne und viel, meist gegen den Mainstream was Arbeit macht beim Buchhändler. Leider sammeln sich auf deshalb auch zahlreiche Bücher über die Jahre an.

Bücher schmeisst man nicht weg,meint das Pünktchen. Recht hast sie und darum werden die Bücher , die nicht so unsere sind ,verschenkt. Da gibt es ja Bücherkisten ,oder wie immer diese Teile jeweils heißen, für. Praktisch so wird Platz für neues Lesefutter geschaffen.

Leider reicht der Platz trotz allem nie so ganz..

Wir haben in der Familie noch einen anderen Trick, wir schenken uns gegenseitig Bücher, die wir selber gern lesen würde. Sicher dabei muss man natürlich wissen, was der Beschenkte gern liest, denn ihm soll es ja in erster Linie gefallen. Aber vor allem ergibt sich so die Möglichkeit, das ein oder andere Buch dann auszuleihen..

Ich habe eine Schwäche für schöne Verpackungen, nur leider bin ich zu ungeschickt, um die Verpackung selbst herzustellen. Ich verlasse mich auf den Verkäufer..

Weihnachtspapier haben die Geschäfte nicht so früh, aber jetzt sollte man schon weihnachtliche Verpackungen erhalten, dachte ich mir so, vor ein paar Tagen.

Also den Buchhändler angerufen , damit die zu verschenkenden Bücher bestellt und weihnachtlich verpackt dann bald abgeholt werden können. Das war wie, auf vorsichtige Anfrage von der Buchhändlerin erklärt wurde, auch problemlos möglich. Ein erfolgreiches Gespräch bei dem die Wünsche genau notiert wurden.

Es sollte also eigentlich kein eminent großes Problem sein, am Nachmittag eben schnell die bestellte Ware zu bezahlen und abzuholen, so mein Gedanke.

Nun das täuscht enorm.

Weihnachtsstress grinst mir entgegen.

Dabei fängt es harmlos an. An der Kasse werden auch die bestellten Bücher ausgegeben.

Ich bitte um meine Bestellungen, nenne meinen Namen. „Wie ist der Name?“ Wortgestoeber“Mit W oder mit V?“ „Mit W“ „Buchstabieren Sie“ „We …. und und so weiter“ die Bücher werden gefunden.“41€“ Ich suche die Karte heraus, denn ich möchte bargeldlos zahlen.

„Stecken sie die da rein“ „ Nein , anders herum“ folgt die harsche Anweisung.

„Ich möchte die Bücher bitte eingepackt haben“ wage ich schüchtern zu bitten““Hilde komm mal“ ertönt der Ruf des Cerberus an der Kasse“Die möchte die Bücher eingepackt haben“ als Hilde dann herbei eilt „Alle zusammen“ meinendie beiden Damen dann“Nein ,bitte alle einzeln in Weihnachtspapier und markieren sie bitte die einzelnen Päckchen damit ich den jeweiligen Inhalt erkenne“ Sprachlos vor Erstauen über diese Zumutung stehen beide Cerberusse an der Kasse.

„ Nein“ werde ich nun empört belehrt „so geht das nicht, sie müssen nehmen, was sie bekommen, ein Paket und das reicht ! Was denken sie sich denn , wir sind doch nicht für das verpacken zuständig“

Weihnachtsstress??

Nun bin ich irritiert, das ging doch immer bei diesem Buchhändler? „Und nun geben sie endlich ihre PIN ein“ werde ich unsanft aus meinen Überlegungen gerissen.

Nun ist es gut, denke ich so bei mir. Ich versuche meine Karte aus dem Gerät zu ziehen, das hält die aber leider fest. „ Bitte geben sie mir meine Karte zurück“ erkläre ich dann . Die erstaunten Blicke der beiden quittiere ich mit der Bemerkung“ Ich möchte ihren vorweinachtlichen Stressfaktor nicht noch durch die nervenaufreibende Tätigkeit mein Geld kassieren zu müssen , erhöhen.“ Mit der mittlerweile retournierten Karte in der Hand verlasse ich lächelnd das Geschäft.

Wortgestoeber

Die erste Weihnachtskarte

 

 

Die Einschläge kommen immer näher…

Weihnachten steht sozusagen in den Startlöchern.

Nein, nicht nur Lebkuchenberge und Schokoweihnachtsmänner im Supermarkt. Das gibt es ja schon, kaum das die Sommerferien zu Ende sind.

Nein, der ganz normale Wahnsinn beginnt Formen anzunehmen.

Heute kam… die erste Weihnachtskarte. Eine Firma wollte ganz sicher , bestimmt die Erste sein. Nun es ist ihr gelungen. Soll ich ihr nun antworten?? Sie ist eindeutig die Erste! Applaus, Applaus!!

Aber auch sonst ,Wahnsinn hat Methode und ist mit Beginn der Weihnachtszeit eindeutig steigerungsfähig. Nur ist der Start immer früher.

Mir begegnen schon jetzt gestresste Mitmenschen, die ihren Frust bevorzugt an ihren Mitbürgern auslassen. So der Busfahrer, der ununterbrochen hupend hinter meinem Fahrrad herfuhr, das allerdings auf dem hierfür extra ausgewiesenen Teil der Straße fuhr.

Die Autofahrer, meist junge Männer wie ich beobachten kann, die an der roten Ampel so nah an den Randstein fahren, das ihrere Meinung nach , das Fahrrad dahinter belieben muss und dann empört hupen , wenn das Rad kurz nach links wechselt und sie in ihren stehende Strassenrennwagen überholt.

Gut war auch die Dame , die ich neulich in einem kleineren Lebensmittelgeschäft „erleben“ durfte.

Sie stellte ihren Wagen in den engen Gang, ging dann um sich ausgiebig ein Produkt zu betrachten. Wenn dann der Wagen verschoben wurde, eilte sie empört zurück, um ihn wieder an die „richtige „Stelle zu schieben. Das ging ein paar Mal so, dann explodierte sie, da leider ich diejenige war, die partout nicht bereit war demütig hinter ihrem Wagen zu warten, bis sie sich entschloss ihren Gang durchs Geschäft fortzusetzten, bekam ich auch die heftigen Grobheiten ab, die sie von sich gab, als nun leider nichts nach ihrem Willen ging.

Weihnachtsstress ? Schon jetzt? Es sieht ganz so aus..

Heute habe ich dann „falsch“ geparkt, nach Meinung der gestressten Mitmenschen.Ein ganz normaler mit weissen Strichen unterteilter Parkplatz. Kaum steht mein Auto und ich öffne die Tür um auszusteigen höre ich „Nein, hier können sie nicht stehen blieben“Warum? Mein Auto ist ein ganz normaler PKW und das ist ein ausgewiesener Parkplatz. „Wir kommen hier nicht raus , Verschwinden sie ,aber plötzlich“ Neben mir , durch zwei leere Parkplätze getrennt stand längs( man muss quer einparken) ein Gespann, Pkw und Anhänger, und blockierte gut drei Parkplätze.. als ich keine Anstalten mache nun aber rapide schnell mein Autochen zu entfernen, beginnt die Schimpfkanonade mit Grobheiten, was sich noch steigert, als ich ihnen sage dann müssen sie eben warten, bis ich zurück bin..

Weihnachtsstress??

So langsam beginne ich mich vor Weihnachten zu fürchten. Nicht vor dem Fest, sondern wie schlimm es noch wird in der voranschreitenden Vorweihnachtszeit. Welche Grobheiten sich gestresste Mitbürger noch einfallen lassen…

Wortgestoeber