Saison verpasst

 

Ich war heute mal wieder einkaufen, unter anderem benötigen wir ein paar Kleinigkeiten für die Weihnachtsbäckerei und die Adventszeit.

Die „Erlebnisse „, beim Versuch das eine oder andere zu erwerben, waren wieder einmal ernüchternd.

Zuerst suchte ich Korinthen.Nachdem ich in verschiedenen Geschäften nicht fündig geworden war, musste ein großes Geschäft eines großen Konzerns dran glauben.

Ich suchte im Geschäft an allen in Frage kommenden Stellen, ehe ich mich, wie ich meinte vertrauensvoll an eine Verkäuferin wandte.“ Korinthen? Was ist das denn?“ War die erstaunte Frage. Ich bemühte mich es zu erklären ,eben getrocknete Weintrauben aus Korinth, nach einem speziellen Verfahren getrocknete Trauben.

Nee,kenn ich nicht, ham wir nicht“ war die Antwort.Dann wollte ich Marzipanrohmasse von einen bekannten Hersteller kaufen, die ich selbstverständlich auch nicht fand. Also wieder eine Verkäuferin gefragt. „Marzianrohmasse?“ kam zweifelnd die Gegenfrage“ Ja, die Süssigkeiten haben wir da vorne, wenn da kein Marzipan bei ist haben wir das nicht“ mein Einwand das es sich bei diesem Artikel eher um eine Backzutat handelt, interessierte nicht wirklich. Immerhin sie kam mit und fand natürlich nichts. Ihre Meinung „nehmen sie doch ein Marzipanbrot und machen die Schokolade ab“ entsprach nicht so ganz meinen Vorstellungen.

Der nächste Versuch bezog auf einen Handstrauß aus Tannen, benötigt man um Gestecke zu machen ,wie sie im Advent Anwendung finden.

Den hatten sie sogar zu Beginn der Woche in ihrem Prospekt angeboten. Also weil wieder erfolglose Fahndung, wieder einmal die nächste Vertreterin des Ladens gefragt.

Was ist das?“ war die erste Frage, „Tanne? Was ist das?“ Dann kam der stellvertretende Geschäftsführer zufällig vorbei“Ali ,haben wir Tannen?“ er daraufhin „Nein, Tannen das dauert noch ein wenig“ ich erklärte ihm nun das ich Handsträuße von Tannen die diese Woche in ihrem Angebot waren suchte und das seien abgeschnittene Tannenzweige und Marzipanrohmasse, die man ja zur Weihnachtsbäckerei benötigen würde.

Seine Antwort wunderte mich dann nicht mehr. „Nein, das haben wir nicht.Das ist Saisonware, wenn sie das hätten haben wollen , müssten sie früher kommen, also so im Oktober oder so?“

Ich denke, wenn man schon in Einzelhandelsgeschäften Kinder Allahs einsetzt und die auch noch leitende Funktionen übernehmen wollen, sollten sie zumindest über die hiesigen Gewohnheiten und saisonalen Gebräuche hinreichend informiert werden.

Verkaufen die jetzt denn bald Osterhasen, weis das jemand, ich meine nur damit ich die Saison nicht auch noch verpasse.

Ich jedenfalls habe mich aufgemacht zum Großhandel, der scheint einen anderen Kalender zu haben und verkauft tatsächlich alle von mir gesuchten Produkte, wie Korinthen und Marzipanrohmasse.

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Verkäuferträume

 

Beruflich haben wir durch unsere Firma ja viel mit Menschen zu tun.

Wir sind für Personalfragen zuständig.

Nun, da kann man durchaus was erleben.

Man hat den Eindruck, nicht jede Kundschaft sei in manchen Geschäften interessant, sondern die Verkäufer selektieren regelrecht die Kundschaft die sie mögen. Dies ist vor allem in kleineren Ketten und Einzelhandelsgeschäften die sich auf bestimmte Produkte spezialisiert haben, immer mehr zu beobachten, wie Fotogeschäfte ,Geschäfte die TV und DAB Radios verkaufen oder auch bestimmte Mode- Kosmetik. und Einrichtungshäuser.Wichtig ist dabei, der Geschäftsinhaber darf nicht selbst in den Verkaufsräumen sein.

Die Auserwählten werden dann bestens bedient, der Rest kann nach Meinung der Verkäufer bitte hingehen ,wo immer sie hin wollen, solange sie nicht mehr die Verkäufer belästigen.

Die trinken nämlich lieber Kaffee, unterhalten sich miteinander, anstatt sich um die Menschen zu kümmern , die durch ihre Einkäufe zur Finanzierung des Gehaltes der Verkäufer beitragen.

Sicher es ist oft nicht viel, was man an den einzelnen Käufen verdient.allerdings macht es in diesem Fall die Masse.

Einige wenige Kunden machen große,teure Einkäufe und noch weniger machen diese Einkäufe sofort und direkt ohne groß zu fragen, einfach auf die Empfehlung der Verkäufer,

Das sind allerdings meist Scheichs aus dem Morgenland und die sind wie jeder weiß selten, auch Lottomillionären sagt man ein solches Verhalten nach, allerdings sind auch die rar gesät.

Das sind die Wunschträume der Verkäufer,die Kunden die sie gern ständig hätten, wenn sie sie denn überhaupt je erlebt haben.

Der Normalkunde erlebt ,wenn er solche Geschäfte besucht, einen überheblichen herablassenden Verkäufer, der sich als besser und wichtiger dünkt , als derjenige der im Geschäft Umsatz machen würde.

Dann stellt sich immer wieder einmal die Frage, warum kaufen die Kunden lieber im Internet?

Nun es könnte doch wirklich sein, die Kundschaft mag nicht mehr von solchen überheblichen Schnöseln bedient werden.

Das nicht aufzuhaltende Ergebnis ist dann das Sterben der Geschäfte.

Sind die das nicht selber schuld?

Nun habe ich feststellen müssen, da gibt es auch ein Nord-Südgefälle beim überheblichen Benimm der Verkäufer.Genauso wie es einen Unterschied zwischen großen und kleineren Städten gibt.

Meist hat man es in kleineren Städten mit nicht so extrem überheblichen Vertretern des Verkaufs zu tun , als in Großstädten, wo man häufig meint die Herrschaften huldigten dem Grundsatz: „kommst Du heute nicht, morgen kommt ein anderer“

Nur irgendwann wird es keine anderen mehr geben, was machen diese Herrschaften, dann?

Arbeitslosengeld kassieren?Eine andere Alternative sehe ich da nicht,wenn sie so weitermachen. Wie gesagt Lottogewinner und Scheichs sind selten, und da braucht man auch nicht so viele von dieser Sorte Verkäufer.

Wortgestoeber

Die Leiche soll ein Testament machen

 

Wie ja einige schon beim Felix lasen, wir wollen aufrüsten.

Aber von Anfang an.

Außer den geschäftlichen Telefonanschlüssen, gibt es auch noch einen Privaten.

Den gibt’s so lange ich denken kann. Der war weil es früher ja keinerlei Alternativen gab bei der Post heute Telekom und wie damals wohl nicht unüblich auf den Haushaltsvorstand den Mann gemeldet.

Als der nun starb, vor rund 40 Jahren ,war von Internet noch nicht die Rede und es war immer noch nur die nun Telekom genannte Institution, welche die Möglichkeit zum telefonieren anbot.

Deshalb wurde der private Anschluss auch nie umgemeldet. Es bestand keinerlei Notwendigkeit und wurde, ich muss es gestehen ,im Laufe der Zeit vergessen.

Nun soll der Anschluss modernisiert, sprich aufgerüstet werden . Ein Hybridanschluss der Telekom weckte die Begehrlichkeit.

Dabei stellte sich dann heraus , der Anschluss läuft noch immer auf den vor 40 Jahren verstorbenen.

Das kann ja nicht schwer sein so etwas umzumelden und den gewünschten Anschluss zu bekommen,denkt nun mach einer und ich gestehe es ,wir dachten es auch.

Nun zuerst einmal in das Flagshipstore genannte Hauptgeschäft der Telekom.

Seit ich zuletzt dort war , hat sich einges radikal geändert. Man sucht sich nun nicht mehr den einem genehmen freien Verkäufer aus. Man bekommt eine Nummer und wird dann zugewiesen, was in rüpelhaftem Ton mitgeteilt wird. Aber zuerst muss man warten. Bringen Sie reichlich Zeit mit, wenn sie den Herrschaften einen Auftrag erteilen möchten und vielleicht wegen der Durchführung die eine oder andere Frage haben.

Nun ich hatte weder Zeit noch Lust mich wegen eines Auftrags, den ich erteilen wollte, in dieser Art und weise behandeln zu lassen, also besuchte ich die faktisch im „Vorgarten“ der Telekom hausende Konkurrenz.

Die waren sehr nett und die Beratung war zügig und kompetent. Ein sehr gutes Angebot inklusive.

Aber die Telekom sollte ja auch ihre Chance bekommen, außerdem war da ja immer noch das Problem, der Anschluss musste umgemeldet werden.

Also besuchten wir am nächsten Tag eine andere große Filiale des Unternehmens in der Vorstadt.

Hier wurde es nun richtig spannend. Ummelden? Da war die Belegschaft aber ganz und gar nicht für. Nach Ansicht der Mitarbeiter der Telekom leben die Menschen ewig. Und wenn sie tot sind ,sind sie noch lange nicht tot.

Uns wurde nämlich mitgeteilt um den Anschluss umzumelden benötigten wir die Sterbeurkunde und ein Testament in dem uns der Anschluss explizit vermacht worden sei ,bitte beides im Original vorzulegen.

Pünktchen war, genau wie ich ,sprachlos.

Auf meinen Einwand , der bei ihnen eingetragene Besitzer des Anschlusses sei seit 40 Jahren tot , er läge auf dem Friedhof und ein Testament des gewünschten Inhalts gäbe es nicht, wurde uns erklärt ,dann müssten wir eben dem Anschlussinhaber nun mitteilen ,das er bevor er stürbe ,ein Testament des Inhalts ,das er den Anschluss uns vererbe, zu machen habe.

Wir verließen recht geschockt das Geschäft.

Darauf war erst einmal ein Cognac für uns beide fällig ,im nächstgelegenen Café.

Und die Überlegung, was machen wir nun?

Die Sterbeurkunde wäre ja problemlos ,alles weitere unmöglich.

Natürlich stellte sich auch die Frage, ist die Telekom noch die Firma , mit der wir Geschäfte machen möchten?

Nun heute morgen habe ich statt zu arbeiten ,ein wenig telefoniert.0800 Nummer wenigstens. Denn die Wartezeit betrug sage und schreibe 60 Minuten.Sicher es wurde ein Rückruf angeboten nur der wäre noch zeitraubender gewesen, denn da stellt sich die Frage, wann werden sie zurückrufen? Pünktchen wollte ich diese Misere nun wirklich nicht zumuten.

Nun nach 60 Minuten gab ich auf und probierte eine andere 0800 Nummer der Telekom. Siehe da ,ein Mitarbeiter entdeckte wofür ein Telefon von Nutzen sein kann.

Der Anschluss soll nun umgemeldet sein, das ging nämlich angeblich per Telekom Computer binnen Sekunden, Nun hoffen wir auf die Post, die uns die Bestätigung zukommen lassen muss.Schriftlich auf Papier, bitte.Trau schau wem. Bestimmt nicht der Telekom.

Danach werden wir uns wohl ausgiebig mit der im Vorgarten der Telekom hausenden

Konkurrenz unterhalten müssen, auch die geschäftlichen Anschlüsse bedürfen ,wie es aussieht ,der dringenden Revision.

Multiples Programmversagen

Der Rechner litt seit einiger Zeit an Programmversagen . Zuerst funktionierte der erste Internetzugang nicht mehr, da gab es einen Umweg.

Dann wollte er nicht mehr daß das Schreibprogramm geöffnet war, während er im Internet war, auch das Problem war zu umgehen.

Der zweite Internetzugang funktionierte dann nur eingeschränkt und Bilder wollte er auch nicht mehr zeigen, wenn die kleinere der beiden Kameras angeschlossen wurde.

Alles noch zu umgehen.

Der zweite Internetzugang gab dann ganz auf und es musste die Umleitung benutzt werden.

Im Januar hatte er plötzlich, nachdem Microsoft upgedatet hatte, ein neues Laufwerk das sich aber nicht öffnen ließ. Die Befragung von Microsoft ergab einen Fehler beim Update, das Laufwerk, das man nun ganz gewiss nicht löschen sollte, wie Microsoft auf ihrer Homepage mitteilte, sei ein Sicherheitslaufwerk, das mit dem neu aufsetzten des Rechners verschwinden würde.

Keine guten Aussichten, nun die gesamten Daten extra noch einmal extern zu sichern taggenau, damit bloss nichts verloren geht, dann alles wieder neu einrichten die Programme, allein der damit verbundene Zeitaufwand.

Ich habe es verschoben. Dazu kommt bei diesem Rechner das Problem, er wurde mit einem älteren Windows gekauft und dann upgedatet.

Meine Frage also ,bekommt der Rechner nach dem zurücksetzen nun das neue Windows 10 oder wird er auf das alte zurückgesetzt.

Ein Besuch der beiden großen Händler sollte Klarheit zu dieser und weitern Fragen bringen.

Schließlich, wenn die so was verkaufen , sollten sie auch wissen wie es funktioniert, so mein Gedanke.

Nun die Antwort auf die erste Frage, ja der setzt auf das alte Windows zurück Windows 10 müssen sie dann kaufen und nachinstallieren, das ist bei diesem Modell viel zu aufwendig ,da kaufen sie lieber einen neuen.

Also begann ich mich für die neuen zu interessieren. Die haben ja kein DVD Laufwerk mehr, war meine nächste Feststellung. Die Frage wie machen die Menschen das mit ihren Programmen tauchte auf. Ich habe nämlich viele Programme auf DVD , das war immer einfach zu installieren DVD rein Lizenznummer eingeben fertig, das Programm datet sich dann passend auf.

Nein, kam da die Antwort der darüber befragten Herren, das sind ja alte Programme, die müssen sie neu kaufen, in Lizenz für ein Jahr, dann müssen sie neue Lizenzgebühren zahlen, so macht man das heute..

Aha ,wieder etwas neues gelernt.

Da blieb noch die Frage nach dem Virenschutzprogramm. Nein, auch dieses muss neu erworben werden, wurde mir erklärt, schließlich man könne eine Lizenz nicht auf zwei Rechnern laufen lassen. Das erschloss sich mir nun ganz und gar nicht, denn der alte Rechner wäre ja dann vom Netz gegangen..

Alles in allem eine teure Angelegenheit.

Wenn man den Verkäufern der großen Händler Glauben und Vertrauen schenken sollte oder darf.

Ich entschied mich es einfach einmal selbst zu probieren. Vielleicht hatte Microsoft ja noch nicht die veritable Gelddruckmaschine entdeckt und war fair zur Kundschaft geblieben.

Nun die Überraschung war groß, man kann also den Rechner zurücksetzten, ohne das persönliche Daten verloren gehen. Zu meiner nicht geringen Überraschung bekam ich die aktuellste Auflage von Windows 10. Leider mit den bei Microsoft üblichen Ballermannspielen, die nur Speicherplatz wegnehmen, aber dafür gibt’s ja die Löschtaste.

Nur meine Programme, die sind weg.

Die müssen nun alle neu aufgespielt werden. Ein Anruf bei der Hotline des Programmherstellers des Virenschutzprogarmms ,klärte auch, daß die einmal erworbene Lizenz selbstverständlich weiter gültig ist. Nun muss ich nur noch herausfinden, wo man denn das OpenOffice Programm auf deutsch umstellt ,damit meine Englisch Kenntnisse nicht weiterhin so strapaziert werden.Kann mir da vielleicht jemand von Ihnen helfen?Das wäre wirklich sehr nett.

Ach ja und vom multiplen Programmversagen, da ist der Rechner geheilt ,zumindest vorläufig. Ganz abgesehen davon, das diese Lösung billiger war, als der von führenden Verkäufern vorgeschlagene Großeinkauf.

Die Moral von der Geschichte, trau keinem Verkäufer, es sei denn Du bist Multimillionär.

Wortgestoeber

Du oder Sie?

 

Angeregt vom plietsche Jung, der in einem Post „Interessanter Trend“ den Verlust der Höflichkeit beklagt, möchte ich einfach ein paar eigene Anmerkungen hinzufügen.

Ich ärgere mich nämlich bereits seit Jahren über den zunehmenden Verfall des „guten Benehmens“ und die damit einhergehende geänderte Begrifflichkeit mancher Worte.

So finden anscheinend viele Mitbürger offensichtlich nichts dabei, wenn eine Politikerin , Fraktionsvorsitzende und zukünfigte Parteichefin, wie Andrea Nahles Begriffe wie „Bätschi“ und „morgen kriegen sie auf die Fresse“ in aller Öffentlichkeit verwendet.

Im Rheinland verwendet man die Begriffe „Fräuchen“ und „Määdsche“,früher waren das nette, fürsorglich gemeinte Begriffe, die übrigens anders als die Begrifflichkeit vermuten lässt, für Damen im Alter von 15 bis 99 Jahren ,Verwendung fanden.

Heute ist eine eklante Veränderung der Definition dieser Begriffe zu beklagen, wenn eine Frau mit solchen Begriffen heute belegt wird, sit das eindeutig als Beliedigung aufzufassen.
Zur Vervollständigung sei erklärt die früher liebevoll, freundliche gemeinten Begriffe „Jung“ und „Büb“ für Herren im Alter von 15 bis 99 Jahren, haben sich in der Sprache nicht erhalten. Bemerkenswert oder?

Genauso erfuhr das „ Du“ und „Sie“ einen Wandel.War es früher üblich einen fremden Menschen mit „Sie“ anzusprechen, hat nun zunehmend das „Du“ Einzug gehalten. Sicher, es war früher schrecklich steiff, aber die heutige „Lässigkeit“ nimmt zunehmend nicht mehr hinnehmbare Formen an.

Beruflich habe ich ständig mit dem Problem „Du“ oder „Sie“ zu tun. Besonders in verbreitet ist es in Handel, Dienstleistung und sehr auffallend in der Gastronomie.

Was soll man erwarten, wenn sich selbst internationale Firmen nicht entblöden im Internet ihre Kundschaft frech zu duzen. Achten Sie einmal darauf, wenn Sie das nächste Programm installieren, die nächste Bestellung im Internet aufgeben. Es ist sehr wahrscheinlich , daß Sie hierbei gedutzt werden.

Im Verhältniss Kundschaft zu Verkäufer finde ich es allerdings äusserst unhöflich einfach „Du“ zu sagen.

Wenn ich eine Geschäft betrete, eine Firma anrufe, bin ich Kundin und möchte mit Respekt behandelt werden. „Du“ zeugt nicht unbedingt von respektvoller Behandlung. Mein Vater meinte immer“ ich habe mit diesen Menschen nicht im Sandkasten gespielt“ wenn er gedutzt wurde.

Heute ist es leider in vielen Fällen schon heikel, sich das gedutzt werden zu verbitten.

Kommentare wie „mach Dich mal locker“ oder ähnlich sind dann in solchen Fällen durchaus an der Tagesordnung .Denn der Verkäufer ist ehrlich empört und entrüstet , sogar beleidigt, er ist so aach so höflich.

Die folgende heftige Ermahnung des Vorgesetzten ob solchen benehmens oder gar die Abmahnung im Wiederholungsfall, das empfindet der Verkäufer oft als persönliche Beliedung und reagiert dann entsprechend.

Wenn also Kunde nicht auffallen will, bleibt nichts anderes übrig als die unhöfliche Behandlung hinzunehmen. Den sonst wird sich möglichst noch bei anderen Kunden Unterstützung für das“ vermeintliche, höfliche , freundliche Benehmen“ des Verkäufers gesucht.

Armes Deutschland, wo steuerst Du hin?

Werden wir nun mehr eine Republik der Unhöflichkeit?

Das englische „You „ heisst zwar ind er Übersetzung „Du“ ist aber meist ganz anders gemeint. Odre glauben diese dutzenden Mitbürger wirklich der normale Brite würde seine Königin ganz familiär mit „Du“ anreden?

Und täglich grinst der Weihnachtsstress….

 

Wir lesen gerne und viel, meist gegen den Mainstream was Arbeit macht beim Buchhändler. Leider sammeln sich auf deshalb auch zahlreiche Bücher über die Jahre an.

Bücher schmeisst man nicht weg,meint das Pünktchen. Recht hast sie und darum werden die Bücher , die nicht so unsere sind ,verschenkt. Da gibt es ja Bücherkisten ,oder wie immer diese Teile jeweils heißen, für. Praktisch so wird Platz für neues Lesefutter geschaffen.

Leider reicht der Platz trotz allem nie so ganz..

Wir haben in der Familie noch einen anderen Trick, wir schenken uns gegenseitig Bücher, die wir selber gern lesen würde. Sicher dabei muss man natürlich wissen, was der Beschenkte gern liest, denn ihm soll es ja in erster Linie gefallen. Aber vor allem ergibt sich so die Möglichkeit, das ein oder andere Buch dann auszuleihen..

Ich habe eine Schwäche für schöne Verpackungen, nur leider bin ich zu ungeschickt, um die Verpackung selbst herzustellen. Ich verlasse mich auf den Verkäufer..

Weihnachtspapier haben die Geschäfte nicht so früh, aber jetzt sollte man schon weihnachtliche Verpackungen erhalten, dachte ich mir so, vor ein paar Tagen.

Also den Buchhändler angerufen , damit die zu verschenkenden Bücher bestellt und weihnachtlich verpackt dann bald abgeholt werden können. Das war wie, auf vorsichtige Anfrage von der Buchhändlerin erklärt wurde, auch problemlos möglich. Ein erfolgreiches Gespräch bei dem die Wünsche genau notiert wurden.

Es sollte also eigentlich kein eminent großes Problem sein, am Nachmittag eben schnell die bestellte Ware zu bezahlen und abzuholen, so mein Gedanke.

Nun das täuscht enorm.

Weihnachtsstress grinst mir entgegen.

Dabei fängt es harmlos an. An der Kasse werden auch die bestellten Bücher ausgegeben.

Ich bitte um meine Bestellungen, nenne meinen Namen. „Wie ist der Name?“ Wortgestoeber“Mit W oder mit V?“ „Mit W“ „Buchstabieren Sie“ „We …. und und so weiter“ die Bücher werden gefunden.“41€“ Ich suche die Karte heraus, denn ich möchte bargeldlos zahlen.

„Stecken sie die da rein“ „ Nein , anders herum“ folgt die harsche Anweisung.

„Ich möchte die Bücher bitte eingepackt haben“ wage ich schüchtern zu bitten““Hilde komm mal“ ertönt der Ruf des Cerberus an der Kasse“Die möchte die Bücher eingepackt haben“ als Hilde dann herbei eilt „Alle zusammen“ meinendie beiden Damen dann“Nein ,bitte alle einzeln in Weihnachtspapier und markieren sie bitte die einzelnen Päckchen damit ich den jeweiligen Inhalt erkenne“ Sprachlos vor Erstauen über diese Zumutung stehen beide Cerberusse an der Kasse.

„ Nein“ werde ich nun empört belehrt „so geht das nicht, sie müssen nehmen, was sie bekommen, ein Paket und das reicht ! Was denken sie sich denn , wir sind doch nicht für das verpacken zuständig“

Weihnachtsstress??

Nun bin ich irritiert, das ging doch immer bei diesem Buchhändler? „Und nun geben sie endlich ihre PIN ein“ werde ich unsanft aus meinen Überlegungen gerissen.

Nun ist es gut, denke ich so bei mir. Ich versuche meine Karte aus dem Gerät zu ziehen, das hält die aber leider fest. „ Bitte geben sie mir meine Karte zurück“ erkläre ich dann . Die erstaunten Blicke der beiden quittiere ich mit der Bemerkung“ Ich möchte ihren vorweinachtlichen Stressfaktor nicht noch durch die nervenaufreibende Tätigkeit mein Geld kassieren zu müssen , erhöhen.“ Mit der mittlerweile retournierten Karte in der Hand verlasse ich lächelnd das Geschäft.

Wortgestoeber