Eine Gastautorin fragt war es das wert?????

 

 

Hallo , ich bin Anna, Pünktchen hat mich gebeten, mich ein wenig um diesen Blog zu kümmern, der Frau Wortgestoeber sehr wichtig zu sein scheint.An die Leser von Pünktchen und Wortgestoeber wir werden , wie heute bereits geschehen, bis auf weiters ab und zu Geschichten von Frau Wortgestoeber , die uns bereits vorliegen veröffentlichen.

Vielleicht sollte ich von Anfang an berichten, wie es zu allem kam.

Frau Wortgestoeber hat sich , wie Sie alle wissen sehr ein kleines getigertes Katzenmädchen gewünscht. Die darauf folgende Odysee der Enttäuschungen hat sie Ihnen, wie ich hier las auch wenigstens in Teilen berichtet.

Was Sie natürlich nicht wissen können ,was Sie nicht sahen, waren die vielen Tränen und die abgrundtiefe Verzweiflung die Frau Wortgestober immer mehr niederdrückte. Das sah nur Pünktchen und das bemerkten wir, ihre Familie.

Höhepunkt und wie wir nun wissen vorläufiger Schlusspunkt der Geschichte, war als man ihr seitens der sogenannten Tierschützer eine Katze mit der Bemerkung verweigerte , man gebe Katzen nur zu zweit in Freilauf und in Häuser mit Garten ab.

Das war wohl zu viel.

Pünktchen musste Frau Wortgestöber in Behandlung bringen.

Ich und mit mir die gesamte Familie fragen uns nun nur eines und wir hoffen sehr darauf eine Antwort von den sogenannten Tierschützern zu erhalten, denen wie wir hoffen dies auch von Ihnen den Lesern dieses Blogs zur Kenntnis gebracht wird

War es das wert? War es das wert ,das ein Mensch eine Familie nun fast kaputt gegangen ist????

Wir , Frau Wortgestoebers Familie und vor allem die verzweifelte Pünktchen würden das gern wissen.

Bitte scheuen Sie sich nicht uns zu schreiben, Sie haben sich ja auch nicht gescheut Frau Wortgestoeber in diesen Zustand zu bringen.

Anna

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C ´est fini

 

Da sollen wir also , so meint der Tierschutz, eine Katze als Familienmitglied aufnehmen. Sie soll, so wird es explizit verlangt, aufs Sofa dürfen.

Durfte Samtpfote immer, die war, wie auch unsere andere Katze , selbstverständlich ein Familienmitglied.

Man weist besonders dauf hin, die Tiere werden 20 Jahre und auch ein wenig älter. So lange sollen wir für sie sorgen und aufkommen.

Um eine Katze zu Hause begrüßen zu dürfen, stehen unterschiedliche komplizierte Aufnahmerituale an.

Das neueste von dem wir Kenntniss erlangten sieht vor, das der zuküftige Katzenmensch einen Aufnahmetest zu absolvieren hat. Die Bewerber sollen hier ausführlich Auskunft über häusliche und finanzielle Gegebenheiten und ihren beruflichen , sowie familiären Status geben.

Was selbstredend dann einer Überprüfung unterzogen wird.

Nach der gestrengen Bewertung durch den Tierschutz, wird dann Seitens der Tierschützer ein

Ihrer Meinung nach passender zukünftiger Mitbewohner ausgewählt.

Es handelt sich hierbei um eine nicht verhandelbare Vorgabe, wenn denn überhaupt der Auswahltest bestanden wird.

Hallo?

Wo bin ich ?

Wo kann ich sein? Wo will ich sein?

Will ich diese doch hochsensiblen Daten, die ich nicht einmal mir bestens bekannten

Kunden zur Kenntnis bringe, ( warum auch?) mir völlig unbekannten , nicht entsprechend als von entsprechenden Stellen vertrauenswürdig verifizierten Personen einfach so offenlegen?Was passiert da mit meinen Daten?

Was also fast 40 Jahre gut genug genug war um Katzen ein fröhliches, glückliches Leben zu bescheren, ist plötzlich nicht mehr gut genug.

Aber einfach einmal etwas ganz anderes , was die Tierschützer nun so ganz und gar nicht gern hören werden.

Trotzdem , wer solche Ansprüche meint stellen zu dürfen oder zu können, muss sich auch eine Gegenrechnung gefallen lassen.

Ich las auf einer der zahlreichen Tierheimseiten die Information, der Unterhalt für eine Katze sei pro Monat mit etwa 400€ zu veranschlagen.

Nun denn, dies ist ein Geschäftshaushalt, wir sind Kaufleute.

Da haben wir allein von Berufs wegen gelernt eine Kostenrechnung aufzustellen .

Machen wir also eine Rechnung.

400€ wie veranschlagt pro Monat, das macht dann jährlich eine Gesamtsumme von 4800€ aus.

Davon kann man gut mit zwei Personen eine Kreuzfahrt machen.

Hochgerechnet auf die vom Tierschutz ebenfalls projektierten 20 Jahre Lebenserwartung, macht das die Summe von 96000€ .

Eine stolze Summe.

Dafür bekommt man einen Mittelklassewagen des oberen Preissegmentes.

Weshalb sollten wir also, sollte irgend jemand, der bereit ist diese wirklich nicht geringe Summe zu investieren, sich solchermaßen massive Vorschriften machen lassen?

Kein Kunde würde sich vom Kreuzfahrtunternehmen vorschreiben lassen, wo er wie , was bucht und was er dann während der Kreuzfahrt unternimmt, isst oder trinkt, mit wem er sich unterhält.

Der Autohändler, der versuchen würde einem potentiellen Kunden vorzuschreiben welches Fahrzeug er in welcher Ausstattung und Farbe kaufen muss und vor allen wie er es später nutzen darf, gäbe sich der Lächerlichkeit preis . Er würde seine Betrieb auf diese Weise zügig in die verdiente Insolvens fahren.

Weshalb sollen wir uns also ein derartiges Verhalten von irgentwelchen Laien, die meinen sie wären Tierschützer , bei einer derartig hohen Investitionssumme bieten lassen?

Einen entsprechenden Verein kann jeder aufmachen , man benötigt 4 Mitstreiter und eine passende Vereinssatzung, solange man keine Gemeinnützigkeit beantragt, ist es nach deutschem Recht einfach einen Verein zu gründen. Ein Sachkunde Nachweis wird nicht verlangt.

C´est fini. So langsam reicht es..

Wortgestoeber

 

 

Die Sammler..

 

sind unter uns… Wir suchen eine Freundin…

Schwarz, weiss,braun,rot, gestreifft, gefleckt und einfarbig, mit schwarzen und rosa Pfötchen, schwarzen und rosa Näschen. Es gibt sie in jeder gewünschten Art in jedem gewünschten Alter. Katzen und Kätzchen.

Also eigentlich kein Problem , oder?

Wir suchen sie, weiblich , getigert, schwarze Pfötchen und rosa Näschen .

Auch noch kein großes Problem sagen Sie? Gibts doch überall.

Theoretisch schon. Nur wir hätten gern ein Katzenkind und das ist ein Problem ,ein ganz großes.

Wir möchten nur ein Katzenkind aufnehmen. Damit sind wir aus dem Rennen. Das geht nämlich nicht.

Da werden im Internet, in Zeitungen und in diversen TV Sendungen reichlich Katzenkinder angeboten, Jede Farbe Kater oder Kätzin,ganz wie gewünscht.

Wer mag nur all die vielen Katzentiere aufnehmen ,fragt man sich?

Wenn eine Katze aufgenommen werden soll,muß man nämlich verschiedene Bedingungen erfüllen.

Je nach Meinung der Tierschützer hängt die Möglichkeit der Adoption nämlich zum Beispiel vom Alter der adoptionswilligen Menschen in Korrelation zum Alter der zur Adoption vorgesehenen Katze ab. Was simpel gesagt heissen soll, ab einem bestimmten willkürlich festgelegten Alter bekommt man nicht mehr die Erlaubniss ein Katzenkind zu adoptieren., ist man gar noch älter, ist es nicht mehr möglich jüngere erwachsene Tiere zu adoptieren.

Kinder stellen je nach dem auch ein Adoptionshinderniss dar, genau wie der Wohnort.

Ist ein Garten vorhanden, weit weg von von befahrenen Straßen? Dann steigen die Chancen unter der Prämisse ,das nicht ein Wald in entsprechender Nähe ist.

„Nur“ eine Wohnung geht fast gar nicht. Selbst mit Balkon ist das nicht unbedingt ein Pluspunkt, immerhin, vielleicht besser als ganz ohne Balkon.

Ein Haus , da sieht die Situation schon akzeptabler aus.

Wenn nun die Grundbedingungen dem gewünschten nahe kommen, kann man eventuell hoffen in die nähere Auswahl zu kommen.

Nun müssen erst einmal die Prüfbesuche überstanden werden.

Der erste erfolgt ,um die zukünftige Behausung kritisch in Augenschein zu nehmen. Dem eventuell zukünftig projektierten Dosenöffner werden strenge Auflagen erteilt, wie er die Behausung um zu gestalten hat. Der Balkon muss ein Katzennetz bekommen , die Fenster mit ensprechenden Sperrgittern versehen werden, die Steckdosen benötigen Kinderschutz, der Herd das Kindergitter und so weiter…

Wenn diese Bedingungen fristgerecht erfüllt wurden, erfolgt der nächste Besuch. Keine Beanstandungen? Der Vermieter erklärte schriftlich sein Einverständniss? Sie sind auch noch nicht vom Besitzer ihrer Wohnung wegen sichtbarer Verunstaltung der Fassade ( das Katzennetz) abgemahnt worden?

Dann haben Sie vielleicht die Chance ,ein samtpfötiges Wesen aufnehmen zu dürfen.

Wenn denn die Nerven noch mitmachen.. unsere streiken. Die streikten um genauer zu sein , schon vorher, als wir nämlich erfuhren, es stünde uns nach dem erfolgten Einzug der Katze noch eine dritte unangemeldete Kontrolle ins Haus, damit geprüft werden kann, ob es der Katze auch gutgeht, verzichteten wir dankend.

Wir möchten weder mehrere Tiere aufnehmen, noch ältere Tiere adoptieren, geschweige denn die jeweiligen wünschenswert erscheinende Befehle der sogenannten Tierschützer befolgen. Wir sind auch nicht bereit ,uns in unserem Haus in dieser Form drangsalieren zu lassen.

Nur eine Frage haben doch wir noch?

Wir wüssten zu gern, ob in Tierheimen die Tiere jemals in nennenswerter Menge vermittelt werden, oder ob man seitens der sogenannten Tierschützer nicht doch eigentlich eher Tiersammler ist, mit dem Wunsch alle bis in alle Ewigkeit zu behalten? Wir können uns nämlich nur wenige Menschen vorstellen, die bereit sind einen solchen absurden Zauber über sich ergehen zu lassen.

Kinder, Kinder..

 

… wie Samtpfötchen zu uns kam

Unsere Prinzessin verließ uns nach 23 Jahren und nachdem eine angemessene Zeit vergangen war entschieden wir uns wieder einer Katze anzubieten zu uns zu ziehen.

Zuerst einmal mussten Pünktchen und ich uns darüber klar werden , was genau wir suchen.

Die Entscheidung fiel zu Gunsten einer Tigerkatze ,weiblich, mit rosa Nase und jung sollte sie sein.

Damals wurde so etwas in den entsprechenden Tiersendungen im TV und in der Zeitung angeboten.

Nun also auf, verschiedene Tierschutzorganisationen „warteten“ auf unseren Besuch.

Die mir ja schon bekannte Veteranen Parade würden wir schon zu verhindern wissen, meinte Pünktchen, mit dem ihr angeborenen grenzenlosen Optimismus.

Was in den einzelnen vereinen auf uns zukam will ich hier nur anhand zweier mir sehr im Gedächtnis gebliebenen Erlebnisse schildern.

Wir besuchten eines der umliegenden Heime und äußerten den Wunsch, die dort ansässige Katzenfamilie zu besuchen, was uns gerne erlaubt wurde. Es kam zu Fragen nach unsere Wohnsituation und ob die Katze denn die Möglichkeit hätte, ein eigenes Revier zu besetzten. Im jedem Fall waren unsere Antworten nicht im Sinne der Tierschützer und man erklärte uns die ansässige Katzenfamilie käme in gar keinem Fall in Frage es geben nur die Möglichkeit , nun dort hinten hinter den Hundezwingern hätte man noch ein Katzengruppe ,davon wäre man bereit ein Tier abzugeben. Wir könnten sie uns ja einmal ansehen. Nun muss ich dazu erklären, aus welchem Grund auch immer, die meisten Katzen mögen mich und lassen sich gern auf ein Kennenlernen mit mir ein.

Dort,ein Trampelpfad führte durch bewaldetes Gelände zu einer Hütte, saßen also Katzen.

Ein wunderschöner britisch Kurzhaar Kater( die Katzen aus der Katzenfutterwerbung) fiel mir sofort ins Auge. Ich trat auf ihn zu , stellte mich vor, er ließ sich gnädig dazu herab, mich zu begrüßen und … biss mich heftig in den Unterarm.

Nun kein großes Ding war der erste Gedanke von Pünktchen und mir, am Abend dachten wir anders.

Der Arm schwoll beängstigend an. Da war wohl ein Besuch in der Krankenhaus Notaufnahme fällig, und die behielten mich zur Beobachtung gleich da. Sicher Tierschutz Tiere sind wohl alle gegen Tollwut geimpft und wir beide sind Dank des Verantwortungsbewusstsein unseres Hausarztes natürlich gegen Tetanus geimpft Aber das ganze war den Medizinern im Krankenhaus denn doch irgendwie suspekt…sicher am nächsten Tag habe ich mich selbstständig zu meinem Hausarzt entlassen, der dann 14 Tage täglich meinen Besuch erwartete… Die Tierschützer bestätigten übrigens auf die dringende ,mit heftigen Vorhaltungen was ihnen sonst blühen würde, Anfrage meines Hausarztes das Tier war geimpft..

Wir nahmen die Suche wieder auf ,eine neue Tierschutztante bat uns zur Besichtigung ihrer bei sich beherbergten Katzengruppe. In einem großzügigen Einfamilienhaus wurden wir in ein Zimmer unter dem Dach geführt. Hier sollte sich die Katzengruppe befinden. Pünktchen erinnert sich noch wie ich, alles war mit schwarzen Velours Teppichboden ausgelegt und es gab Würfel und Rampen und tonnenähnliche Gegenstände, alles mit schwarzen Velours Teppichboden belegt. Wir sollten still sitzen wurden wir angewiesen, dann kämen die Katzen, dann verließ uns die Dame. Leider hatte sie vergessen, das auch ihren Schützlingen zu erklären.Wir säßen heute noch da, es zeigte sich kein Tier.

Die Dame kehrte nach angemessener Zeit zurück und erklärte sie wüsste, was ich genau suchen würde. Ich wurde in eine helles großzügiges Wohnzimmer geführt, dort saß in einem Korb eine stolze Katzenmama mit ihren niedlichen Jungen. Ich erinnere mich genau, sogar ein kleines Tigerkind war dabei. Die wollte ich zu gern haben, nur wie die Dame mir erklärte, die würden zwar abgegeben, aber eben nicht an uns. Wir wären nun mal nicht die richtigen Adoptiveltern für so ein kleines Tigerkind. Für uns kämen nur die oben unter Dach in Frage ,die scheuen Streuner, die würden schon mit der Zeit zahm…Ich ging nach oben ,war tot unglücklich, weinte und Pünktchen entschied , wir gehen, der Versuch wird abgebrochen, es reicht.

Unser Samtpfötchen bekamen wir dann durch den Tip einer Freundin, die riet nach Katzenkindern in einem der damals modernen Anzeigenbättern zu suchen und ausschießlich von privat.

Pünktchen fand dann in einem dieser Blätter eine Anzeige ,die zu passen schien und rief die Familie an. Ich durfte kommen , das Ergebnis war.. man denkt es sich schon unsere geliebte Samtpfote.

Miau Veteranengeschichten …. wie die erste Katze zu uns kam

 

Unsere geliebte Samtpfote war nicht meine erste Katze.

Ich habe immer eine samtpfötige Freundin haben wollen, nur war das in meiner Kindheit leider unmöglich, „Tierhaltung verboten“ stand damals in Mietverträgen.

Das änderte sich erst als Studentin mit Freund in der kleine Studentenbude. Dieser Vermieter hatte nichts gegen den Einzug einer maunzenden Hausgenossin.

Die Suche nach dem Hausgenossen konnte losgehen, völlig unbedarft , naiv , unwissend , jung und leicht einzuschüchtern machten wir uns in einschlägigen Kleinanzeigen der örtlichen Zeitungen auf die Suche. Was wir wussten war ,es sollte eine junge Katze mit schwarzen Fell sein.

Das man eine Babykatze nehmen könnte, kam uns gar nicht in den Sinn, wir glaubten nicht das ausgerechnet wir so etwas schönes haben dürften.

Wir fielen wie nicht anders zu erwarten in die Fänge der zahlreichen örtlichen Tierschützer und eine traurige Parade Straßenkampf erprobter Katzenveteranen zog bei uns ein. Längst hatte man uns seitens der cleveren Tierschützer klar erklärt ,unser Wunsch nach einer  jungen ,schwarzen, weiblichen Katze, sei völlig vermessen.

So nahmen wir, was bekamen ,was uns zugeteilt wurde. Zerfranste Ohren,die Schwänze geknickt, einäugig oder gar nur noch die hälfte des Gebisses, dazu Flöhe, Würmer und Milben, Eine recht mitleid erregende Schar alter Kämpen.

Zu unserem Glück gab es um die Ecke einen netten Tierarzt ,der wohl irgendwann Mitleid mit den immer wieder betrogenen und belogenen jungen Leuten hatte, er nahm dann keine Gebühr mehr, wenn wir wieder einmal mit einem angeblich erst ein Jahr alten Haudegen vor seiner Tür auftauchten . Und er uns wieder einmal erklären musste , das die rührselige Geschichte, die uns von den Tierschützer über den Lebenslauf des jeweiligen“ Ritters von der traurigen Gestalt“ erzählt worden war, wieder einmal von vorn bis hinten aus den Märchen der Gebrüder Grimm entnommen sein musste.

Er erklärte dann immer das mit der Haltung dieses Veteranen diverser Katzenkriege hohe Tierarzt- kosten auf uns zu kämen, was sich die Studenten natürlich nicht leisten konnten. Also gaben wir die Katzen wieder zurück.

Leider hatten wir auch von der ordentlichen Katzenhaltung nicht so ganz viel Ahnung und so glaubten wir ein Klo mit Streu , Futter und ein Schlafplatz würde eine Katze so entzücken ,das sie selbstverständlich bei uns bliebe.

Wir wohnten in einem Haus mit durchgehenden Balkonen, die nur durch Glastrennwände vom Nachbarn getrennt waren und es war Sommer.

Es kam wie es kommen musste , ein Tierschützer hatte uns diesmal ein Veteranen Pärchen angedreht und über Nacht wir hatten die Balkontür auf, entschlossen sich die beiden lieber wieder in ihr altes Leben zurückzukehren, als unsere Gastfreundschaft weiter in Anspruch zu nehmen. Sie verschwanden über den Balkon auf das Dach eines Anbau , wie wir vermuteten. Das wars..

Nach diesem Erlebnis gaben wir erst einmal auf . Schlimmer konnte es nicht mehr kommen glaubten wir.

Aber wir irrten gewaltig. Eines Sonntags schellte es Sturm, eine Furie stand vor der Tür ,erzwang sich Einlass, wir waren so geschockt, das wir starr vor Schreck unfähig waren uns zu bewegen . Die Furie erklärte, nachdem sie alle Ecken und Winkel der kleinen Studentenwohnung durchsucht hatte, was nur wenige Minuten dauerte, sie wäre von der Polizei und wo den nun die beiden Veteranen seien. Wir erklärten, sie hätten unsere Gastfreundschaft leider verschmäht und sich über den Balkon lieber wieder in ihre altvertraute Umgebung begeben, Das wurde uns böse angekreidet ,die Furie in weiblicher Gestalt sprach ein Tierhaltungsverbot aus und drohte auch damit es sorgsam zu kontrollieren..

Das tat sie dann auch , sie beobachtete mich ,verfolgte mich beim einkaufen, sprach mich auch in Geschäften immer wieder laut an, verwarnte mich, nie wieder ein Tier. Die Nachbarn erklärten mir eines Tages , überall in der Umgebung würden ,wie es aussah ,selbstgemachte Plakate hängen mit unseren Namen ,dem genauen Wohnort darauf und einer Schilderung der vermeintlichen Geschehnisse und der Bitte um Hinweise, wenn wir wieder… Die Nachbarn, damals ganz liebe Menschen , schritten zur Tat und rissen diese Plakate einfach ab, wenn sie sie fanden. Mein Freund und ich überlegten den Studienort zu wechseln, was ganz und gar nicht einfach gewesen wäre. Ich vertraute mich meiner besten Freundin an, die meinte ,ich solle doch einfach einmal meinen Lieblingsprofessor die ganze Angelegenheit erzählen. Der wusste sofort Rat und beendete mit Hilfe des zuständigen Bezirksbeamten der Polizei den Spuk, der nur durch unsere Naivität und das ausnutzen unserer jugendliche Unerfahrenheit möglich geworden war.

Eine Katze hatten wir aber immer noch nicht und waren nach diesen Erlebnissen auch ganz mutlos noch eine samtpfötige Freundin zu finden.

Da kamen uns der im Viertel bekannte Tierarzt und der Polizeibeamte zu Hilfe, sie nannten uns ein kleines Tierheim, privat betrieben und empfahlen uns dort einmal unverbindlich vorstellig zu werden.

Wir fanden unsere schwarze Prinzessin, eine echte Katzendame im wörtlichen Sinn, die uns 23 Jahre viel Freude machte. Länger als die Liebe zu meinem damaligen Freund hielt…Wortgestoeber