Planung ist die halbe Miete..

 

……aber wer hat gesagt , daß sie auch verlässlich sein muss?

Pünktchen ist die Strategin in unserem Geschäft. Für Planung und Termine ist sie zuständig.

Und Pünktchen ist sauer ,um nicht zu sagen stinksauer.

Die korrekte, zuverlässige Einhaltung von zugesagten Terminen ist eine wesentliche Säule unseres Ansehens in unserem Dienstleistungsgeschäft. Was man zugesagt hat, muss man einhalten . Man beweist dadurch Zuverlässigkeit, Vertrauenswürdigkeit und sichert sich damit natürlich auch Folgeaufträge.

Also plant das Pünktchen die Termine und dann gibt es einige Mitbürger, bei denen es sich leider eingebürgert hat, fest zugesagte Termine nach eigenem,perönlichen Gusto einfach zu verschieben oder kurzfristig abzusagen.

Ohne darauf Rücksicht zu nehmen, das auch wir unsere Abgabetermine, Endtermine einhalten müssen, wenn wir weiterhin im geschäft bleiben möchten. Das möchten wir, davon hängt unser Existenz ab.

In diesem Teil des Landes scheinen normal allgemein übliche Sitten und gutes Benehmen dem vergessen anheim gefallen zu sein.

Es scheint im Augenblick eine ganze Menge Mitbürger zu geben, die offensichtlich mit dem ICE durch die Kinderstube der guten Erziehung gerauscht sind und es als selbstverständliches ihnen zustehendes Recht ansehen sich nicht an Absprachen halten zu müssen. Darauf angesprochen und darauf hingewiesen das auch andere terminliche Vorgaben einhalten müssen, bekommt man ein dreistes“ Na und was intersiert es mich, was sie müssen oder nicht, sie können ja woanders hingehen.“ zu hören.

Wenn jemand einen zugesagten Termin nicht hält, geraten auch seine Partner in schwierigkeiten mit ihren Geschäftspartnern. Aber das scheint heute keine Rolle mehr zu spielen, es gilt nur noch das eigene Wohlbefinden, die umgehende erfüllung der eigenen Wünsche. Man kann sich des eindrucks nicht erwehren das einige Mitbürger nur deshalb ihren Arbeitsplatz aufsuchen, damit sie am End edes Monats keine leeres Konto zu beklagen haben, aber sonst bereits am Morgen mit der Plannung ihrer freizeitliche Aktivitäten am Abend völlig beschäftigt sind ,weshalb der Kunde einfach….stört.

Und deshalb ist das Pünktchen wirklich sauer, sie muss nämlich unseren Kunden die Verschiebungen schmackhaft machen und natürlich ist sie auch in Sorge, ob denn unser Ansehen durch diese, von uns nicht zu vertretende, Unzuverlässigkeit leiden wird.

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Jahrmarkt der Versprechen

 

„Treten sie näher, kommen Sie, hier werden Sie genauso bes….sen, wie nebenan“ so oder so ähnlich könnte oder würde es klingen, wenn die zahnmedizinsch ausgebildeten Herrschaften ihre Dienste am Markt bewerben würden.

Pünktchen und ich mussten zum jährlichen Besuch beim Zahnarzt, den Stempel abholen.In diesem Heft fehlt nun nur noch einer, dan ist es voll. Wir sind also regelmäßige Besucher, wobei allerdings die Frage nach dem Sinn und Nutzen dieses Bonusheftchen genannten Teiles regelmäßig auftaucht.

Sicher damals als es eingeführt wurde ,hieß es wer kontinuierlich die Vorsorgeuntersuchungen nachweist, erhöht prozentual den Zuschuss bei Zahnersatz, damals hieß es auch seitens der Kassen, das selbstverständlich Füllungen also sogenannte Plomben weiterhin bezahlt werden. Das bestätigten die Kassen mir auch diese Jahr auf nachfrage.

Nur unserem Zahnarzt hat man wohl, bei Erteilung der kassenärztlichen Zulassung, vergessen diese Tatsachen mitzuteilen.

Wie anders ist es sonst erklärlich, das trotz Bonusheft , ordentlich geführt und Aussage der Kasse für Plomben und ,übrigens nur vom Zahnarzt projektierten, Zahnersatz, massivste Zuzahlungen fällig zu werden drohen?

„ Das zahlt die Kassen nicht“ ist die gern gebraucht Ausrede des Herrn. Stimmt, seine wunderlichen Ideen zum reichlichen Gelderwerb, tragen die Kassen eindeutig nicht.

Trotzdem gehen wir Jahr um Jahr hin.

Holen den Stempel und ärgern uns, ob der Dreistigkeit mit der er versucht über die Finanzen seiner Patienten zu verfügen. Wir fragen uns , wovon lebt lebt der?

Denn seine große Praxis ist immer leer.

Dieses Jahr konnte ich wundersamerweise sogar den projektierten Termin aus verschiedenen zeitnahen Terminen auswählen. Die exakte Zeit durfte ich ebenso auswählen. Ein Zeichen für einen vergleichsweise dünnen Terminkalender, für einen sehr geregelten, um nicht zu sagen mageren Zulauf an Patienten.

Also was kann der Zahnarzt nebenbei machen? Denn von irgendwas muss er doch leben, oder lebt er etwa, wie eingangs vermutet ..“hier werden Sie genauso bes…sen,wie nebenan“ vom kreativen Umgang mit den Finanzen seiner noch verbliebenen Patienten, in dem er ihnen unnötige Behandlungen zu extrem hohen Preisen unter kreativer Umgehung der kassenärztlichen Leistungen in Rechnung stellt?

Eine Frage die sich lohnen würde näher untersucht zu werden, wenn ich nicht hierzu zu faul wäre und meine freie Zeit lieber mit anderen Dingen fülle.

Wortgestoeber

Brauchen Sie wirklich eine Sehhilfe?

 

Vor einiger Zeit beschrieb ich an dieser Stelle meine Erfahrungen mit einem Optiker ,weil ich Kontaktlinsen nach dem neuen Heil- und Hilfsmittelgesetz haben wollte. Wer nun glaubt , so langsam sollte sie die haben, träumt vermutlich auch vom Weihnachtsmann.

Mittlerweile war ich ganz glücklich eine Optikerkette gefunden zu haben, die sich in der Lage sah, mir Kontaktlinsen zu den von der Kasse vorgegebenen Konditionen zu liefern. Das an sich war schon ganz und gar nicht einfach.

Da ich einem Beruf nachgehe, habe ich verständlicherweise nicht nur nicht immer Zeit, sondern in meinem Fall auch noch das Problem nur kurzfristig private Verabredungen treffen zu können, da sich bei meinem Beruf sehr schnell kurzfristig wichtige Termine ergeben können, die dann selbstverständlich Vorrang vor privatem haben müssen.

Das hin, war also schon zu Beginn nicht einfach ,der projektierte einzige in der Woche mögliche Tag ,da hatte der Optiker eine Fortbildung ,in der nächsten Woche war er dann in Urlaub. Schnell war anders.

Die darauf folgende Woche klappte es,die Kontaktlinsen wurden bestellt. Dabei wollte er mir natürlich ,guter Verkäufer, der er meinte zu sein, andere Kontaktlinsen verkaufen, als die Kassen zahlt . Mit der Argumentation, die seien besser, die hielten länger..Meine Frage „Ach haben die eine andere Dioptrien?“ erschütterte ihn dann doch, genauso wie meine Antwort, „Wenn die kaputt sind zahlt die Kasse neue“. Es war also Essig für ihn mit dem Versuch ein Geschäft zum bereits projektierten Geschäft zu machen.Ich machte ihn ausdrücklich darauf aufmerksam , das meine Zeit auf Grund meines Berufes sehr beschränkt ist und ich private Termine nur sehr kurzfristig sicher zusagen kann, Er akzeptierte dies und meinte das wäre überhaupt kein Problem.

Die Linsen mußten angefertigt werden, und er meinte sie wären die nächste Woche am gleichen Tag da. Es kam kein Anruf , also ging ich auf Verdacht hin, er moserte mich an, er habe Kundschaft die Linsen seinen noch nicht das und ich bekäme die an diesem Tag auch dann nicht, wenn sie da gewesen wären..

Schlechte Laune hat jeder einmal.

Am nächsten Tag ,berichtete mir Pünktchen, er habe angerufen, die Linsen seien da und ich könne ihn kurzfristig , das Pünktchen hatte ihn nochmals auf die nicht einfache Zeitsituation hingewiesen, anrufen, um einen Termin in der folgenden Woche zu vereinbaren. Ich riefkurzfristig an, seine Antwort, nein, an dem Tag habe er frei. Also warten auf die nächste Woche.

Ich rief wieder an , selbstverständlich kurzfristig, nein, da könne er nun ganz und gar nicht, er habe Kundschaft.

Warten auf die nächste Woche , wieder angerufen. Nun war er nicht da, hatte seinen freien Tag, dafür entblödete sich die Azubine nicht ,mich pampig zu duzen. Bot statt eines Termines am Spätnachmittag einen Mittags an. Ich lehnte mit Hinweis auf meine berufliche Tätigkeit ab, sie meinte, dann hätte ich eben Pech gehabt..man habe schließlich Kundschaft.

„Pech gehabt“ Moment mal…“Kundschaft?“Augenblick mal.

Da konnte ich nicht widerstehen, ich rief eine andere Filiale an, wollte die Nummer der Geschäftsführung erfahren. Der dort anwesende Optiker kannte seinen Chef zunächst nicht, meinte er sei der Chef, erst ein wenig Druck sorgte dafür, das er sich „erinnerte“ ,wer seine Geschäftsführung wohl sei und wie man die erreichen kann.

Nun ich habe es probiert, der Geschäftsführung die Situation erklärt, erklärt das ich die Kontaklinsen nach so langer Zeit nun wirklich gerne hätte. Diese Typen meinen sie könnten bestimmen wann man Zeit zu haben hat . Ich habe auch einmal gefragt wie sie sich denn Kundschaft vorstellen,und ob ich als Kundin wohl unter Weihnachtsfrau firmiere?Man versprach sich zu bemühen, den Optiker zu instruieren, nun einen sehr zeitnahen Termin anzubieten nach meinen Wünschen , schließlich kann man nicht für den Besuch des Optikers einen Urlaubstag einplanen..

Wie mir Pünktchen erzählte, hat er nun heute angerufen, soviel Arbeit, 64 Std im Betrieb erklärte er Mitleid heischend..merkwürdig dabei ist der Laden immer leer, wenn sie dort verbei kommt.Aber man sieht ja nicht immer alles…

Warten wir also weiter, ob nun nächste Woche …vielleicht doch endlich die Kontaktlinsen angepasst werden, ob sie passen ,ist sowieso fraglich, Pünktchen hat ihm in jedem Fall einen Termin aufs Auge gedrückt, obwohl er, wie er versicherte Kundschaft hat, nun und was bin ich? Der Osterhase?….

Wortgestoeber

Benehmen ist Glückssache…

…..das bemerke ich  immer wieder .

Und einige , um nicht zu sagen zahlreiche Menschen ,scheinen nur wenig oder gar klein Glück zu haben.

Zumindest verfestigt sich bei mir dieser Eindruck immer mehr.

Nur so ist es zu erklären, dass man sich nicht scheut auf der einen Seite immer wieder nachzufragen , ob nicht doch etwas erledigt werden kann. Mit Anruf und per ,nun wie es eben heute üblich ist , Mail . Auf der anderen Seite, sowie sich etwas vermeintlich besseres ergibt, lässt man jedwede Höflichkeit fallen , erklärt nun habe man was besseres und lässt den Gesprächspartner düpiert zurück.

Das scheint vor allem in der Generation bis 40 so üblich zu sein. Man möchte als jung ,dynamisch gelten. Alle Vorteile für sich selbst beanspruchend, scheut man sich nicht den anderen auszunutzen und wenn man was besseres hat… was solls… muss der andere doch verstehen, das kann man doch offen und ehrlich sagen, da muss man doch keine Höflichkeit walten lassen, Höflichkeit ist sowie so unmodern ,da könnt einen ja jemand missverstehen,besser ist ganz genau zu sagen was man meint und das gut und deutlich. Motto „habe was besseres gefunden und Tschüss“

Tschüss?? Halt Stop, das ist schon viel zu viel . Warum erst noch solche Höflichkeitsformeln benutzen? Man geht einfach, alles andere ist Zeitverschwendung…

Kann mir bitte jemand sagen , weshalb man Termine rechtzeitig absagt? Ist doch viel einfacher es anders zu machen , so der Gedanke der jüngeren Generation, „der andere wartet auf Dich ,nimmt sich für diesen Zeitpunkt nicht anderes vor, sagt vielleicht extra für dich eine anderen Termin ab“, so habe ich es gelernt. Das gilt heute alles nicht mehr. Wenn sich zum vorgesehenen Termin eine verlockendere Alternative ergibt,wird heute auch noch während der Termin eigentlich stattfinden soll, abgesagt. Muss der andere doch verstehen, so wichtig kann er doch gar nicht sein, das ich eine für mich verlockendere Alternative einfach nicht wahrnehme, so wird heute gedacht..

Aber wehe , der andere macht das auch mal mit unserem glücklosen ,sich schlecht benehmenden,, dann ist man aber beleidigt, das geht natürlich nicht.Wie kann der das wagen, kommt dann die Frage auf. Wie? Ja ,da kann ich nur sagen „schlechtes Benehmen „kann auch mal abfärben..Ich denke, wir lernen gern neues..Gute „Vorbilder“ haben wir ja zahlreich in der jüngeren Generation . Und gutes Benehmen ist ,wie die jüngere Generation ja gern erklärt, antiquiert.