Der Router hat Corona

Ein neuer Internetvertrag bringt Vorteile mit sich. Unter anderem einen neuen Router, so dachten wir zumindest. Aber im Hause Pünktchen und Wortgestoeber… weshalb sollte alles so einfach funktionieren , wenn es auch kompliziert geht?
Die Odyssee begann ,als ich mich entschied unser Posttelefon( , orange und absolut unverwüstlich, jede Kater Attacke überlebend,und davon gibt es , wie Dosenöffner von Katern jederzeit gerne bestätigen werden ,zahlreiche , wenn der kleine Herr Katersport betreibt, )bleibt.
Aber… ein neuer Router muss unbedingt her!!!Denn auch wir möchten gern einmal im ehrenwerten Haus, ohne Kabel und in jeder Ecke… Internet genießen, störungsfrei und so lange und wann wir möchten.
Da kam der neue Vertrag gerade recht.
Leider war nicht abzusehen , als der alte Vertrag damals , vor zwei Jahren abgeschlossen wurde, das wir nun …Corona haben und die Geschäfte leider geschlossen haben. Alles was den neuen Vertrag anging musste also per Telefon und Internet, in solchen Angelegenheiten nun wirklich nicht meine
favorisierte Vorgehensweise, erledigt werden. Zu meinem nicht geringen Erstauen ließ sich die Angelegenheit gar nicht schlecht an.
Der Router sollte kommen, war integraler Bestandteil des Vertrages.Die vorhergehende Internetrecherche verhieß einfache Installation , passt auf jedes Telefon, also auch auf unseres.
Da konnte , wie ich dachte eigentlich nicht viel schief gehen.
Die Rechnung war ohne den entsprechenden Paketdienst gemacht. Es erfolgte eine entsprechende Ankündigung und ein Negerlein besuchte uns, also eigentlich , er kam nur bis zum Podest der Treppe, dann verließ ihn der Mut und er übte die Wurf-und Fangtechnik. Ich spiele kein Handball ,also ging das ganze gut daneben , der Router landete unsanft auf dem harten Steinfußboden. In der Folge versuchte ich den Router zu installieren, was auch in der Theorie gar nicht schlecht klappte, allein hatte diese Exemplar wohl entschieden, man muss nicht alle in Deutschland bekannten Vorwahlen unbedingt auch verbinden. Ein Anruf beim Telefonanbieter, brachte nach langer Wartezeit, Corona bedingt, zumindest die Erkenntnis ein Techniker musste her. Dieser Meinung war zumindest die Dame am Telefon, Der kam auch , überzeugte sich zunächst , das wir kein Corona hatten. In diesem Zusammenhang,wer sagt mir denn das er kein Corona hat??? Nun sein Urteil war schnell gefällt, das Telefon war schuld, meinte er zumindest und entschwand. Also wieder eine längere Wartezeit und den Provider informiert, das es mit dem sehnlichst gewünschten Router wohl nichts werden wird. Nein ,meinte der nette Herr am Telefon, der Router habe die Wurf- und Fangtechnik nicht überstanden und er würde umgehend ein neues Exemplar auf den Weg zu uns schicken.Da begann dann ein neuer Akt dieser Slapstickkomödie.Nach wie gehabt vorheriger Ankündigung, erwarteten wir das Negerlein. Das erschien auch umgehend. Pünktlich und unter kräftigem Kommentar der mir völlig unverständlich war. Ja ,meine Kenntnis der afrikanischen Sprachen beschränkt sich leider auf das Wissen um ihre Existenz.
Mehrfach erklärte unser Negerlein etwas, wenn ich nur gewusst hätte was?
Es kam dieses Mal sogar die Stufen ein Stückchen höher herauf, denn es sollte wie man mir vom Service des Telefonproviders erklärt hatte, ein Austausch kaputtes Gerät gegen neues erfolgen. Das kaputte Gerät hielt ich auch schon bereit, aber unser Negerlein wollte mir das neue einfach nicht anvertrauen, statt dessen machte er sich zielstrebig daran unter meinem heftigen Protest , das neue Austauschgerät auszupacken!! Nachdem ich dem ganzen ein Ende setzen wollte und den Austausch vollziehen wollte, packte unseren schwarzen Mann die Panik und unter Mitnahme aller bereits ausgepackten Utensilien ,suchte er schreiend und tobend das Weite.
Wieder war ein Anruf beim Provider fällig, was in diesem Fall wie immer Corona bedingt eine längere Wartezeit zur Folge hatte. Die wurde natürlich genutzt und die Nummer des Paketdienstes in Erfahrung gebracht. Dem Provider wurde das Problem geschildert und er versprach schnelle Abhilfe, Paket nummer drei sollte auf den Weg gebracht werden.. Ich rief dan anschliessend den Paketdienst an, um auf mein Problem des von Panik befallenen schwarzen Mannes aufmerksam zu machen. Man war empört , wollte oder konnte aber , wie man mir erklärte nicht viel unternehmen. So sahen wir also dem nunmehr dritten Versuch , einen funktionierenden Router unser eigen nennen zu dürfen , mit entsprechender gespannter Erwartung entgegen.
Und tatsächlich, wieder erfolgte die Ankündigung, das Negerlein würde uns noch einmal besuchen. Das kam auch wie immer pünktlich, schon durch die Gegensprechanlage bekam ich seinen Unmut ob dieser Tatsache mitgeteilt, leider hatten sich meine Kenntnisse afrikanischer Sprachen immer noch nicht verbessert,so das ich hier nur rudimentär erklären kann ,was ihn bewegte.Oben angekommen, stellte sich nämlich heraus, er war durchaus der deutschen Sprache mächtig, zumindest teilweise, denn er tobte mich an, ich hätte das Paket nunmehr unten im Haus entgegen nehmen sollen. Nun denn ,der neue Router wurde auf die unterste Stufe der zu uns führenden Treppe gelegt und unser schwarzer Mann verschwand.
Nun hatte ich drei Router, Den neuen , den kaputten und den alten ,bisherigen.
Ein erneuter Anruf beim Provider brachte zumindest Klarheit in der Frage, wer zahlt eigentlich das Porto? Denn einen Router zurücksenden , da war mir klar, das muss ich zahlen, aber zwei Pakete , obwohl das eine ja kostenfrei versandt werden sollte, das sah ich nun doch nicht ein.Der Provider löste auch dieses Problem. Blieb nur noch einen Testlauf mit dem Telefon quer durch die Vorwahlen der Republik unternehmen, ob denn dieser Router , vielleicht alle Vorwahlen mag oder doch nicht? Nun bisher zu unserer Freude , er scheint keine besonderes Vorlieben bezüglich irgendwelcher Vorwahlen zu haben, wir werden ihn wohl, wenn er sich weiterhin gut benimmt ,behalten.

Seeliges auswandern?

… noch mehr von der Sippschaft

Nun war es passiert, ich hatte Tante Frieda erklärt, es wären Hotelzimmer gebucht. Was eine Teilnahme an dem von ihr geplanten „wundervollen Event“leider ausschloss.

Das die Ahnin dies nicht so einfach hinnehmen würde, wurde mir spätestens klar, als ich den Hörer auflegte und Pünktchens entsetztes Gesicht sah.

Was tun?

Wilde Phantasien kamen bei Pünktchen und mir auf.Vielleicht ein Flug in die USA oder lieber gleich nach Australien, die Fidschi Inseln kämen auch durchaus in Betracht.

Die einzige Frage war, werden die Grenzbeamten den kleinen Herrn , der selbstverständlich mit fliegen muss, das steht ja völlig ausser Frage, die Einreise erlauben?

Also war diese Lösung so kurzfristig nicht unbedingt kompatibel.

Es musste etwas praktisches näherliegendes her, als einem kleinen Kater eine reise im Flugzeug um die halbe Welt zu zumuten nur um Tante Frieda und ihrer schrecklichen Mischpoche zu entgehen.

Pünktchen äußerte die Idee, im Router einfach die Zeiten zu ändern , in denen wir angerufen werden können. Statt wie bisher nur nachts , wir legen schließlich Wert auf eine ungestörte Nachtruhe, nun also während der Feiertage auch tagsüber.

Was sich beim näheren Hinsehen auch nicht als praktisch erwies, denn dann können uns auch andere Menschen nicht erreichen.

Hilfe brachte eine intensive Untersuchung des Programms des Routers.

Da gab es doch noch eine Funktion „Rufnummernsperre.“

Hatten wir bisher nicht benutzt. Getreu dem Motto meines verstorbenen Mannes , „wenn Du nicht weist wie etwas funktioniert, probiere es aus.“ machten wir uns ans Werk.

Testtelephon war das eigene Handy. Wir gaben die Nummer ein, speicherten ab. Und probierten . Nichts kein Erfolg, das Telephon klingelte.

Kurzes Nachdenken führte zu der Erkenntnis , vielleicht ist die Nummer nicht ganz richtig, also wurde per copy und paste die Nummer aus der Anrufliste in die Liste der „Rufnummernsperre“ übertragen. Das mochte der Router allerdings gar nicht.

Die Meldung „ungültige Nummer“ erschien.

Also doch Australien?Das kann es wirklich nicht sein, nicht für diese hässliche Sippschaft. Es muss eine Lösung geben, da waren Pünktchen und ich uns einig, denn Tante würde ganz sicher während der Feiertage überprüfen was es mit dem angeblich gebuchten Hotel auf sich hatte, und wer hat schon Lust sich bei kleinen Notlügen erwischen zu lassen?

Die Nummer ist ganz sicher gültig,da waren wir sicher. Also warum nimmt dieser Router die nun nicht an?

Schließlich kam der Geistesblitz, vielleicht sollten wir die Nummer mit der Vorwahl Deutschland händisch eingeben?

Gesagt getan und ein neuer Versuch. Sieh da es klappt.

Tschüss Frieda Australien, USA und Fidschi Inseln, wir bleiben hier.

Einzige Frage war nun, nur noch, sollen wir nun alle Nummern der Mischpoche mit Deutschlandvorwahl in die Rufnummernsperre eingeben oder lieber doch bei einzelnen nur die Nummer ohne Deutschlandvorwahl?

Wir sind auch Nummer sicher gegangen und haben beide Versionen eingeben.

Und hoffentlich damit Sicherheit vor Tante Frieda und und ihrer Sippschaft, so hoffen wir…

Telefon und Datenschutzverordnung.

 

Neues von der Mischpoche…..

Des Waldes Dunkel zieht mich an

doch muss zu meinem Wort ist stehen

und Meilen gehen ,bevor ich schlafen kann“

Robert Frost 1922 Stopping by Woods on a Snowy evening

Wir haben ,wie bereits bekannt aufgerüstet .Dabei habe ich es“ geschafft“ diesen Router gut dreimal so zu programmieren, daß das ,was wir wollten ganz sicher nicht passierte. Höhepunkt der ganzen Angelegenheit, wir hatten einen unsichtbaren Router, den nun niemand mehr fand.Ich hatte „SSID“ ausgeschaltet

Das war eindeutig genug.

Ich holte mir Hilfe vom Fachmann, damit der Router endlich genau so lief , wie wir uns das gedacht hatten. Wir möchten mit unserer private Telefonnummer nicht für jeden Heinz und Paul erkennbar sein und wir möchten entscheiden, wann wir telefonisch erreichbar sind und wann eben nicht.

Mit Fachmann war schnell alles in Ordnung und der neue Anschluss sollte ja auch „eingeweiht“werden.

Dafür kam natürlich die Mischpoche in Frage.

Also ich rief Cousine Anna an.

Wie nicht anders zu erwarten, bei der hässlichen Sippschaft, mit der wir geschlagen sind war das nun folgende .sehr grenzwertig.

Man muss dazu wissen, die Sippe legt seit neuestem großen Wert darauf, wem sie ihre Daten anvertraut.Man erhält durchaus nicht unbedingt E Mail Anschrift oder gar Telefonnummer von jedem Mitglied der Mischpoche.Ja selbst mit der Wohnanschrift, man überlegt es sich sehr und lässt gern Post über ein anderes Mitglied der Familie laufen. Kann man ja durchaus nicht jedem anvertrauen , wo man haust und wie man zu erreichen ist.

Jedem das seine.

So aber auch uns.

Wir haben den Router so eingestellt, er sendet keine Telefonnummer . Außerdem haben wir uns entschieden unsere Erreichbarkeit einzuschränken.

Das mag die Sippschaft natürlich ganz und gar nicht. Was für sie gilt, gilt noch lange nicht für andere.

Deshalb durfte ich mir dann einen Vortrag , nein, fast schon einen kleinen Versuch der Erpressung von Anna anhören , weshalb der Router immer nun immer die Telefonnummer senden muss. Denn sonst weis man ja gar nicht ,wer da anruft.

Und dann nimmt man das Gespräch auch nicht an.

Gut und schön nur ,wie war das eigentlich früher?

Einer meiner Lieblingsfilme ist der in Deutschland so genannte Film „Telefon“ mit Charles Bronson und Lee Remick, Zu Inhalt , kurz eine sowjetischer Spion ruft in den USA Menschen an die ohne es zu wissen Agneten eines Spionagenetzwerkes in den USA sind. Die Aktivierung der Agenten erfolgt per Telefon ….Mit Hilfe des oben genannten Zitats…

Alexander Graham Bell erfand das praktische Teil 1876.

Telefon gibt’s also schon recht lange.

Wie hätten wohl die „Schläfer“ genannten Agenten in meinem Lieblingsfilm „Telefon reagiert, wenn sie auf ihrem Display hätten sehen können, wer sie anruft?

Nein, all die Jahrzehnte war es beim Telefon so, das es klingelte und man spielte ein Vabanquespiel, war ein Freund dran, das Finanzamt oder gar noch sonst jemand garstigeres?

Das ließ sich nur erfahren ,wenn man den Hörer abnahm.

Und so wird es bei Pünktchen und Wortgestoebers auch bleiben. Wir rufen sie an, wer dran geht sei uns willkommen und wer eben meint, er braucht vorher Informationen, der hat Pech gehabt.

Wortgestoeber

Bye Bye , wir zählen die Tage.

 

Nachdem die Telekom sich wie ein veritabler Diktator meinte verhalten zu dürfen, zählen wir die Tage.

Bald ist es vorbei und Telekom nach vielen Jahrzehnten nur noch eine Fussnote der Geschichte.

Nach den in unserem Post „Die Leiche soll ein Testament machen“ gemachten Erfahrungen, hatte ich ein sehr nettes Gespräch mit dem im Vorgarten der Telekom hausenden roten Konkurrenten.

Alles ganz einfach, wie mir versichert wurde.

Den Anschluss wollten sie kündigen, haben sie auch gemacht. Und alles weitere da werde ich per Email informiert.

Die Telekom schickte als Reaktion zunächst erst einmal eine Rechnung, wegen der gewünschten Rufnummernmitnahme. Bald 7€ sollen wir zahlen..machen wir doch gerne, liebe Telekom, wenn Du sonst keine Probleme hast.

Nun, bis jetzt hält die Rote Konkurrenz ihre Versprechen, ein wenig übergenau, aber sie hält, was sie zusagt.

Der Router, mein „Problemkind“ kam heute. Angekündigt war er für morgen, aber in Ordnung lieber zu früh als zu spät.

Problemkind, weil ich das Teil allein installieren soll. Ist ganz einfach ,meinte die rote Konkurrenz. Misstrauisch bin ich ja immer noch. Obwohl die Gebrauchsanleitung für das Teil mir auch verspricht, es soll einfach sein. Warten wir es ab..

Bis zum August , dann erfolgt die Probe aufs Exempel…

Mit Kennworten war ich ja nie gut, vor allem wenn es sinnlose vom Computer genierte Buchstaben und Zahlen sind, wie bei unserem Modem…ich werde also ein wenig mogeln und das erst einmal aufschreiben und dann per copy und paste…

Die geschäftlichen Anschlüsse werde ich dann vom Techniker einrichten lassen, alles kein Problem für die rote Konkurrenz, meinte sie. Denn die Telekom hat es nun geschafft, das alles wandert…Pech gehabt…wenn man so in seinen altmodischen Vorstellungen längst vergangener Monopole hängt.

Wortgestoeber