Von Stambul nach Westen

 

Da fährt der deutsche Michel so , während der nach weihnachtlichen Umtauschphase, d.h. eigentlich er steht sich im Stau, die Strasse entlang und hat endlich einmal Zeit und Muße so links und rechts zu gucken…

Ali, der Friseur neben Mehmet, dem Gemüsemann.  Ahmet , der Fleischer neben Reza dem Juwelier…und so weiter und so fort…

Mit gelindem Entsetzen bemerkt der deutsche Michel, er scheint versehentlich in Stambul gelandet zu sein.

Auch die vor langer Zeit gelernten deutschen Verkehrsregeln, scheinen nun nicht mehr Gültigkeit zu haben. Da wird in zweiter Reihe geparkt,unvermittelt mitten auf der Straße über die durchgezogene Linie gewendet.An der Tankstelle, nach wissen des Michels hat sie zwei parallele Spuren, ebenso wie die Einfahrt ins Parkhaus zwei parallele Spuren hatte,scheint es Problem zu geben, Beide sind nun einspurig und merkwürdig verkürzt.Es scheint als gälten immer die Regeln Stambuls, man wartet in entsprechender Entfernung, ohne auf den fließenden Verkehr Rücksicht zu nehmen,alle in einer Spur hintereinander, um dann wenn vor ein Plätzchen frei wird umgehend die passende Stelle zu besetzen. Allahs Kinder wollen schließlich als allererste bedient werden, deshalb dürfen sich keine, wie vom deutschen Michel gewohnt ,zwei Schlangen bilden. Der Nachbar wäre vielleicht 2 Minuten später als Allahs Sohn gekommen und würde vorher die Möglichkeit haben zu tanken oder ins Parkhaus einzufahren, das kann Allahs Sohn einfach nicht zulassen.

Die Strasse hat sich aber auch sonst , wie der deutsche Michel bemerkt, als endlich das Auto geparkt ist ,verändert.

Man ist rücksichtsloser, rüpelhafter. Allahs Kinder erwarten umgehende Bedienung, egal ob der deutsche Michel vor ihnen steht und eigentlich dran wäre,da wird sich vorgedrängt in Landessprache Stambuls der Verkäufer angesprochen und erfolgreich die prompte Bedienung gewährleistet.

In Landessprache? Michel glaubte bisher, das sei deutsch, nun er irrte heftig und wird wohl einen Sprachkurs belegen müssen. In Stambul wird eben nicht deutsch gesprochen, Ist ja auch klar, liegt ja nicht in Deutschland… aber wie kam der Michel dorthin? Abgefahren ist er ganz sicher von seiner Wohnung aus und die Stadt hat er gewiss nicht verlassen…? Der Michel rätselt…Bis zur Lösung dieses Problems, wird er in jedem Fall einen Haufen Kopftücher erwerben, denn Michels Frau und Tochter scheinen so etwas dringend zu benötigen. Diese Teile scheinen in Stambul sehr en vogue zu kommen. Die Frau des Michels ist ,wie die Tochter, sehr modebewusst und die beiden fallen dann wenigstens nicht als Ausländer auf und sind vor wie es scheint vor Rüpeleien und Nachstellungen der Kinder Allahs einigermaßen geschützt.

Parkplatzsuche a la Pünktchen

 

Die Parkplatzsuche in den Städten ist ja sowie so nicht ganz ohne, je nachdem wo man hin möchte.

Pünktchen stellt allerdings besondere Anforderungen an einen Parkplatz.

Ihr Parkplatz muss nahe beim Ort sein ,den sie aufsuchen möchte.Ausserdem muss er einfach an zu fahren sein und eine ausreichende Parkplatzgröße ist ebenso erforderlich , wie ausreichend Platzkapazität.

Deshalb ist strategische Planung nicht zu umgehen.

Am liebsten parkt das Pünktchen auf den Parkplätzen großer Discounter oder Verbrauchermärkte. Sie muss nicht rückwärts einparken, für sie ein nicht zu verachtender Vorteil.

Ausserdem ist hier meist genügend Kapazität vorhanden ,so das sie sich den Platz aussuchen kann.

Unschlagbar natürlich auch der preisliche Vorteil, meist sind diese Plätze ja kostenfrei.

Während die Parkhäuser sonst wenig Angst haben auch 3 € die Stunde zu verlangen. Aber nicht mit dem Pünktchen, dieses Raubrittertum, macht sie nicht mit. Zumindest wenn sie es verhindern kann.

So eine Fahrt wird schon zu Hause genau geplant. Also wo man da parken kann. Meist erklärt Pünktchen dann , „Du da ist der ABC Markt da …..“was sie bei ihren Überlegungen und Planungen natürlich souverän außen vor läßt, ist das diese von ihr eindeutig bezugt präferierten Plätze ja eigentlich nicht unbedingt für längere Aufenthlte ohne das Geschäft zu besuchen vorgesehen sind.

Das sorgt unter uns immer wieder für Diskussionen, wenn ich Pünktchen die Philosophie der Ladeninhaber  näher zu bringen versuche, das sie wirklich nicht unbedingt erbaut davon seien werden den ganzen Tag , so schön es auch sei, das Auto zu beherbergen, ohne die mindeste Aussicht ein, wenn auch nur ganz kleines, Geschäft zu tätigen . Pünktchen sieht das anders..Sie meint, die haben die Plätze, die werden sowieso in den meisten Fällen nicht voll, also sieht der Laden doch zumindest gut besucht aus, wenn da Autos vor parken.

Wenn nun kein vom Pünktchen eindeutig präferierter Platz zur Verfügung steht, wird das ganze Projekt problematisch. Wo soll das Auto hin?

Es gäbe die Möglichkeit ein Parkhaus aufzusuchen, was aber mit teilweise nicht unerheblichen Kosten verbunden ist. Da heißt es erst einmal feststellen, welche Kosten auf Pünktchen zukommen, und wie das mit den umliegende Parkhäusern ist. Sind die viellecht preiswerter? Das Internet gibt da nun G´tt sei Dank Auskunft.

So war sie neulich, als sie mit mir durch die die Innenstadt fuhr, sehr erfreut festzustellen , es gibt ein Parkhaus das nimmt nur 90 cent die Stunde. Leider hatte Pünktchen das Kleingedruckte nicht so schnell lesen können. Ein Einkauf ist fällig mit dem Mindestwert von 5 € und die 90 Cent ,das gilt nur 1 Stunde. Als sie das erfuhr war sie heftig betrübt, wieder Essig mit dem billigen Parken.

Ausserdem was nützt ein billiger Parkplatz ,wenn der Platz zum parken und rangieren nicht ausreicht? Also hat sich in diesem Zusammenhang bewährt, lieber neuere Parkhäuser zu bevorzugen ,dort ist die Chance eindeutig besser, den von Pünktchen benötigten Platz zum rangieren vorzufinden.

Ganz schlecht ist für Pünktchen, wenn nur Laternen parken möglich ist. Auf der Straße, wohlmöglich noch bei fließendem Verkehr( nach Ansicht des Punktes ist fließender Verkehr bereits bei zwei Fahrzeugen erreicht)..  ein Alptraum.Pünktchen benötigt den Platz eines LKWs um dort sicher hineinzurangieren und der nachfolgende Autofahrer kann noch so freundlich und geduldig sein. Pünktchen denkt immer, sie würde von ihm bedrängt und das macht sie natürlich nervös , was den Einparkkünsten nicht gerade förderlich ist…

Nun ja sollen sich die lieben Mitbürger ruhig ein wenig aufregen, wenn sie mit bald 90 noch Auto fahren, können sie sich glücklich schätzen..

Wortgestoeber

Geschenkidee für den, der fast alles hat…..

 

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Man braucht ja nicht nur Weihnachten Ideen was man schenken könnte, es gibt ja auch noch während des Jahres reichlich Anlässe, wo ein Geschenk von Nöten ist. Dann startet die Überlegung was schenkt man bloß? Der /die hat doch alles.

Wirklich alles?

Nun hier ein nützliches Geschenk , der Preis ist als einmalige Ausgabe zum Geburtstag vielleicht vertretbar .

Schenken Sie doch einmal ein Ticket für die ÖNVP. Das ist fast überall erhältlich, man muss nicht in die Stadt fahren , ein exklusives Event ,der Preis ist kalkulierbar.Ein Geschenk das mit Sicherheit große Freude beim Beschenkten auslösen wird. Denn so eine Fahrt mit den ÖNVP ist ja schon etwas besonderes.

Wie ich darauf komme, nun Pünktchen und ich haben uns bereits so etwas besonderes geleistet.

Und es ist richtig in diesem Zusammenhang von exklusiven Erlebnis zu sprechen, denn das ist die Benutzung des ÖNVP mit Sicherheit und wird es immer mehr.

Wenn man nämlich die Preisgestaltung betrachtet.

Ein Ticket für Pünktchen und mich kostet die Hin- und Rückfahrt 11 €, die Umweltfreundlichkeit inklusive.

Wenn ich dagegen mit dem Auto in die Stadt fahre und im Parkhaus parke kostet mich das ganze Unternehmen unter 10€ mit Benzin und Parkgebühr. Umweltfreundlichkeit hin oder her, da kann der ÖNVP einfach nicht mithalten und die eigene Haushaltskasse ist uns , wie jedem normal rechnenden arbeitenden Bürger näher, als der mahnend den Zeigefinger erhebende politische Umweltschützer, der in seinem Verband oder als Lobbyist sehr gut verdient, ganz abgesehen davon die Politiker bekommen alle entsprechende Tickets von Stadt ,Land oder Bund zur Verfügung gestellt , kostenlos, die können also sowieso nicht mitreden.

Wenn ich das Auto benutze steigen die Kosten auch nicht je mehr Personen ich mit nehme , auch das Parkhaus erhebt seine Gebühr pro eingestelltem Fahrzeug ,nicht nach Insassen.

Gegen die Benutzung der ÖNVP spricht dann natürlich auch der pro Mitfahrer erhobene Preis. Welche vierköpfige Familie kann es sich schon leisten ,für einen Nachmittag in der Stadt allein 22€ für Fahrtkosten zu berappen?

Wohl die wenigsten.

Deshalb kann man durchaus von einem exklusiven seltenen Erlebnis sprechen, das sich nur wenige

Normalverbraucher, die kein Jobticket Monatsticket oder wie immer diese Dinge genannt werden ihr eigen nennen ,regelmäßig leisten können, ohne das die Haushaltskasse unter den Kosten des ÖNVP ächzend zusammenbricht.

Selbstverständlich rechne ich nur die realen, normal entstanden Kosten , Steuer ,Versicherung Anschaffungspreis etc. kann ich in diesem Fall nicht einrechnen , erstens macht das kein normaler Bürger, zweitens diese Kosten entstehen für das Auto, ob es fährt oder in der Garage das ganze Jahr sich die Reifen in den Betonboden steht. Sind also feste Kosten.

Also hier ein Plädoyer für das Auto, es ist einfach bezahlbarer…Wortgestoeber

Schleichers eine besondere Spezies…..

Ich bin ja beruflich sehr viel unterwegs und muss dann auch parken. in Tiefgaragen und Parkhäusern, zumeist, so 10-15 dieser Institutionen schaff ich pro Woche

Es geht um eine Spezies , die ich immer wieder an und in Parkhäusern beobachten kann. Da ist er, der Schleicher. das Theater beginnt damit , dass er überlegt, ob er rein fahren möchte. Am liebsten würde er nämlich vor dem Tor des Parkhauses parken, darauf hoffend, daß sich jemand erbarmt und sein Auto parkt und es  ihm natürlich auf Verlangen sofort wieder zur Verfügung stellt.Da ist der Schleicher eigen.

Aber dieser Wunsch wird dem Schleicher meist nicht erfüllt und so muss er wohl persönlich parken.Schleichers haben ein paar besondere Angewohnheiten. Sie parken auf dem ersten freien Platz, den sie finden können und sei es auch es auch ein Frauenparkplatz. Frau Schleicher ist ja dabei, dann darf man, denkt der Schleicher.Außerdem Schleichers haben Zeit, unendlich viel Zeit und sind äußerst resistent gegen äußere Einflüsse, wie entnervtes hupen.

Und so fährt unser Schleicher nach passieren der Schranke langsam , unendlich langsam, mit suchendem Blick in der ersten Parketage spazieren.Wenn er meint ein Plätzchen entdeckt zu haben , dass vielleicht bald frei sein könnte,bleibt er stehen.Und er steht gut und sehr geduldig.Zum nicht geringen Entsetzen  der hinter ihm wartenden Parkplatz suchenden. Hat Schleicher ein freies Plätzchen fürs Auto gefunden,beginnt Teil zwei des Schleicherschen Theaters.Vorzugsweise fahren die Schleicher SUV und sind sich über Wendekreis und der Maße des Fahrzeugs nur ungefähr bewusst. Das Auto soll auch keinen Kratzer abbekommen, verstehe ich, will ich auch nicht.

Also fährt der Schleicher langsam, in Zeitlupe, vor-und zurück, vor-und zurück, mit wenig Ergebnis.Nun beordert er Frau Schleicher vor und je nach dem auch hinter den Wagen , ihn einzuweisen.Und es geht wieder vor-und zurück, vor-und zurück. Bis sich ein Erfolg für Schleichers abzeichnet, stehen  entnervte Parkplatz suchende hinter Schleichers, denn sie kommen ja auch nicht weiter. Schleichers zu versuchen zu überzeugen, daß ein paar Etagen rauf oder runter sich  ganz  sicher die freie Auswahl an Parkplätzen findet, ist ein läßliches Unterfangen, Schließlich laufen Schleicher keinen Meter mehr als unbedingt unvermeidbar nötig und das ist ja bei ihrer Art Parkplätze zu belegen , auch nicht nötig.

Wortgestöber