Der fußlahme Computer

 

…oder wenn jemand eine Bank hat, dann kann er was erzählen….

Wohl jedem von uns hat seine Bank mehr oder weniger heftig nahe gelegt, doch bitte die Geschäfte lieber per Computer online zu tätigen.

So ging es auch uns, wir haben uns lange dagegen gewehrt, aber irgendwann passiert es und man kann nicht mehr anders. Man kann sich den Onlinebanking genannten Geschäften nicht völlig entziehen.

Uns sollte das Procedere mit der Argumentation schmackhaft gemacht werden, dann ginge alles wesentlich schneller Aufträge würden binnen Minuten oder Stunden erledigt, außerdem sei es wesentlich billiger. Was einer gewissen Relativität nicht entbehrte, denn im Gegenzug erhöhte unser Institut, die Gebühren für die persönliche Betreuung durch einen Mitarbeiter geradezu rabiat.

So das wir nunmehr gezwungen waren uns selbst zu helfen.

Zur Zeit strukturieren wir unser Anlagen um. Alles was im vergangenen Jahr nicht die erwartete Rendite brachte, fliegt raus.

Für das dadurch frei werdende Kapital, werden neue Anlagen angeschafft.

Und damit fängt eigentlich alles an.

Nachdem wir online die Verkaufsorder erteilt hatten ,beobachteten wir tagelang unser Konto.

Zuerst tat sich gar nichts. Dann mussten wir auf einmal feststellen, Teile unseres Kapitals hatten uns wohl verlassen, sie waren weder auf dem eigentlichen Konto noch auf dem Referenzkonto aufzufinden. Da drüber doch recht beunruhigt, war der erste von zahlreichen Anrufen bei unserer Bank fällig.

Das sei überhaupt kein Grund zur Sorge wurde uns von der Mitarbeiterin versichert, der Computer sei gerade dabei die entsprechenden Buchungen vorzunehmen, man könne diese Buchungen allerdings erst in ein paar Tagen sehen.

Wo war das Geld in dieser Zeit eigentlich? Wen hat es besucht, ob es uns das wohl einmal erzählt?

Nun wir mussten uns natürlich über die ins Auge gefassten neuen Anlagen informieren, schließlich soll das ganze eine anständige Rendite bringen, um das beurteilen zu können, muss man einige wichtige Eckpunkte in Erfahrung bringen, wieder wurde der Computer befragt. Nur eine vollständige umfassende Antwort blieb er leider schuldig. Da auch das Internet da nicht in befriedigender Weise helfen konnte, musste wieder die Mitarbeiterin der Bank helfen. Die allerdings hatte offensichtlich auch ähnliche Problem den fußlahmen Rechner nun zu einer Antwort zu bewegen. Wir erhielten die gewünschten Informationen schließlich von unserer zweiten Hausbank, ganz einfach und simpel, per Telefon durch einen Mitarbeiter.

Mittlerweile ,es waren einige Tage ins Land gegangen, hatte es der Computer zu unserer Freunde zumindest geschafft, den Kontostand wieder zu unserer Zufriedenheit auszuweisen.

Nun sind wir beim zweiten Teil des Procederes angekommen, Wir gaben dem Computer eine entsprechende Kauforder…

Auf unseren fußlahmen Freund ist wirklich Verlass, er lässt uns auch dieses Mal nicht im Stich.

Zunächst passierte wieder tagelang gar nichts, nun bucht er mal wiedre , wie uns die Bank versichert und das Geld hat sich wieder einmal auf Reisen begeben. Wenn wir nur wüssten wohin?

Wir würden ihm gern an seinen Urlaubsort folgen.

Die Mitarbeiterin der Bank versicherte uns bei einem erneuten Telephonat übrigens, der Urlaub des Geldessei nur ein Kurzurlaub und wir würden in ein paar Tagen die entsprechenden Buchungen auf unseren Konten sehne können.

Mal abwarten…

Das Versprechen schnellerer Buchungen jedenfalls stellte sich Fata Morgana aus dem Märchenland heraus

Ich frage mich nur noch wofür kassieren die eigentlich ihre Gebühren, man muss alles selber erledigen und darf sich dafür mit fußlahmen Bankcomputern herumärgern.

Benötigt die Bank das Geld, das sie mit den Gebühren einnimmt vielleicht, um dem armen, kranken Computer ein wenig Medizin in Form von Highspeed zu beschaffen?

Wortgestoeber

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Reizend, wirklich ganz reizend

 

…das gibt dann doch zu denken.

Unsere Mischpoche sorgt schon für den einen oder anderen tiefen Einblick in die Abgründe zwischenmenschlichen Verhaltens.

Ab und an telefonieren wir einmal mit dem einen oder anderen „lieben“ Anverwandten.So auch dieses Mal mit Cousine Anna. Die gute erzählt gern, so dass ich mir immer überlege ob und vor allem wann ich sie anrufe , denn ein Gespräch mit ihr dauert unter Garantie mehrere Stunden.Das positive daran, ich muss nicht viel sagen, bei solchen Unterhaltungen und die vermeintlichen Antworten müssen auch nicht tiefgründig sein, ein ab und zu gemurmeltes „Ahh“ oder „Nein wirklich“ genügt völlig als Beitrag zum Gespräch, den Rest erledigt Anna.

Die Unterhaltung plätscherte von Mode, über Kalorien,die richtige Ernährung des Katers zu, wie sollte es anders sein, unseren gemeinsamen Anverwandten.

Anna sprachausgiebig über die verschiedenen Mitglieder der Sippe, vor allem Tante Frieda und ihren Teil der Sippschaft.Cousine Anna klatscht gerne, so kommen auch wir in den zweifelhaften Genuss mehr oder weniger aktueller Informationen.

Das unsere Mischpoche nicht unbedingt von liebenswertem Charme und wohlwollenden Gedanken gegenüber ihren Mitmenschen geprägt ist,sollte regelmäßigen Lesern dieses Blogs eigentlich gegenwärtig sein.

Es herrscht die Eifersucht gepaart mit heftiger Missgunst und die herrschte schon immer unter zahlreichen einzelnen Mitgliedern der Sippe.

Wer hat das größere Haus? Wer fährt den größeren Wagen? Das die sich das leisten kann? Wovon wohl? Wessen Kinder haben die vermeintlich besseren Jobs?

Das war schon immer so, und Pünktchen als auch ich, halten uns aus diesem familiären Kleinkrieg heraus.

Nun allerdings sind wir wirklich empört und sauer.

Bisher beschränkte man sich seitens der Sippschaft auf die uns bereits hinreichend bekannten Eifersuchtsattacken, aber nun nimmt der Krieg eine neue Dimension an.

Man hat sich aus dem lager Tante Friedas und ihrer Sippschaft entschlossen zu übelster böswilliger Nachrede überzugehen. Um nicht zu sagen Hetze.Es geht um meine berufliche Reputation und Qualifikation, was ich wirklich mehr als beleidigend empfinde, sowie darum, das man meint meine Bildung sei nicht dem „hohen Qualitätsstandart und den hohen Qualitätsanforderungen“ der Familie angemessen.

Pünktchen ist empört und ich bin wirklich sauer.. wir werden überlegen, wie wir uns nun gegenüber der Sippschaft verhalten.

Eigentlich bin ich für den radikalen Abbruch der Beziehungen.Pünktchen , die etwas verträglicher ist,meint man sollte vielleicht doch erwägen einen losen Kontakt zu halten.Immerhin es ist Familie, ich finde ja auf eine Familie, die dermaßen bösartig ist, kann man gut verzichten.

Allerdings gibt Pünktchen zu bedenken , das diese bodenlose Frechheit und Beleidigung zwar aus Tante Friedas Lager kommt, man aber auch überdenken sollte , es war nur eine Person, die diese Unverschämtheiten verbreitet, wie ich im Gespräch mit Anna erfahren habe.Der rest der reizenden Sippe beschränkt sich augenblicklich noch auf die altbekannten und bewährte Taktik der Eifersucht und Missgunst.Mit der nicht nur ich sondern auch andere Mitglieder des Clans „beglückt“ werden,

Nun ja , lassen wir das ganze auf uns zu kommen.Weihnachten ist nicht mehr weit, dann wird die Mischpoche um Tante Frieda wohl wieder Ton abgeben, im Sommer haben sie zu meiner nicht geringen Freude nichts von sich hören lassen ….

Telefon und Datenschutzverordnung.

 

Neues von der Mischpoche…..

Des Waldes Dunkel zieht mich an

doch muss zu meinem Wort ist stehen

und Meilen gehen ,bevor ich schlafen kann“

Robert Frost 1922 Stopping by Woods on a Snowy evening

Wir haben ,wie bereits bekannt aufgerüstet .Dabei habe ich es“ geschafft“ diesen Router gut dreimal so zu programmieren, daß das ,was wir wollten ganz sicher nicht passierte. Höhepunkt der ganzen Angelegenheit, wir hatten einen unsichtbaren Router, den nun niemand mehr fand.Ich hatte „SSID“ ausgeschaltet

Das war eindeutig genug.

Ich holte mir Hilfe vom Fachmann, damit der Router endlich genau so lief , wie wir uns das gedacht hatten. Wir möchten mit unserer private Telefonnummer nicht für jeden Heinz und Paul erkennbar sein und wir möchten entscheiden, wann wir telefonisch erreichbar sind und wann eben nicht.

Mit Fachmann war schnell alles in Ordnung und der neue Anschluss sollte ja auch „eingeweiht“werden.

Dafür kam natürlich die Mischpoche in Frage.

Also ich rief Cousine Anna an.

Wie nicht anders zu erwarten, bei der hässlichen Sippschaft, mit der wir geschlagen sind war das nun folgende .sehr grenzwertig.

Man muss dazu wissen, die Sippe legt seit neuestem großen Wert darauf, wem sie ihre Daten anvertraut.Man erhält durchaus nicht unbedingt E Mail Anschrift oder gar Telefonnummer von jedem Mitglied der Mischpoche.Ja selbst mit der Wohnanschrift, man überlegt es sich sehr und lässt gern Post über ein anderes Mitglied der Familie laufen. Kann man ja durchaus nicht jedem anvertrauen , wo man haust und wie man zu erreichen ist.

Jedem das seine.

So aber auch uns.

Wir haben den Router so eingestellt, er sendet keine Telefonnummer . Außerdem haben wir uns entschieden unsere Erreichbarkeit einzuschränken.

Das mag die Sippschaft natürlich ganz und gar nicht. Was für sie gilt, gilt noch lange nicht für andere.

Deshalb durfte ich mir dann einen Vortrag , nein, fast schon einen kleinen Versuch der Erpressung von Anna anhören , weshalb der Router immer nun immer die Telefonnummer senden muss. Denn sonst weis man ja gar nicht ,wer da anruft.

Und dann nimmt man das Gespräch auch nicht an.

Gut und schön nur ,wie war das eigentlich früher?

Einer meiner Lieblingsfilme ist der in Deutschland so genannte Film „Telefon“ mit Charles Bronson und Lee Remick, Zu Inhalt , kurz eine sowjetischer Spion ruft in den USA Menschen an die ohne es zu wissen Agneten eines Spionagenetzwerkes in den USA sind. Die Aktivierung der Agenten erfolgt per Telefon ….Mit Hilfe des oben genannten Zitats…

Alexander Graham Bell erfand das praktische Teil 1876.

Telefon gibt’s also schon recht lange.

Wie hätten wohl die „Schläfer“ genannten Agenten in meinem Lieblingsfilm „Telefon reagiert, wenn sie auf ihrem Display hätten sehen können, wer sie anruft?

Nein, all die Jahrzehnte war es beim Telefon so, das es klingelte und man spielte ein Vabanquespiel, war ein Freund dran, das Finanzamt oder gar noch sonst jemand garstigeres?

Das ließ sich nur erfahren ,wenn man den Hörer abnahm.

Und so wird es bei Pünktchen und Wortgestoebers auch bleiben. Wir rufen sie an, wer dran geht sei uns willkommen und wer eben meint, er braucht vorher Informationen, der hat Pech gehabt.

Wortgestoeber

Feine Gaukler

Wieder ist ein Post einer Bloggerin , Trisha Galore,Ursache für diesen Artikel.

Sie beschreibt in ihrem Post eine Studie der Universität Tel Aviv sowie des Massachusetts Institut of Technologie zum Thema Freundschaft. Dabei wurde festgestellt die Hälfte aller Freunde , sind keine Freunde.Viele Freundschaften sind einseitig.

Einen ähnlichen Test hat man bereits vor 30 Jahren gemacht.Damals gab man Mitgliedern einer Gruppe die Möglichkeit, mit Freundschaftspfeilen je 3 andere Personen der Gruppe zu bezeichnen ,von denen sie überzeugt waren, mit ihnen befreundet zu sein.Das daraus entstandene Diagramm, war für alle Beteiligten sehr ernüchternd.

Trotzdem man fällt immer wieder darauf rein.

Wie ich darauf komme, nun im Augenblick passt es ganz gut, ich bin nämlich wieder einmal…reingefallen.

 

Da gaukeln einem Menschen Sympathie vor und in Wirklichkeit..ist es nur Berechnung.

Einige dieser Gaukler sind sehr geschickt in ihrem Tun und man braucht lange um dahinter zu kommen, was eigentlich passiert.

Pünktchen ist ja viel misstrauischer als ich. In den meisten Fällen hat sie schon raus, wenn wieder einmal so ein Gaukler an unsere Tür klopft, während ich noch gutgläubig , wie ich bin, an Sympathie glaube.

Dann ist immer die Enttäuschung groß, wenn ich wieder einmal feststellen muss , das ich grob und mit Absicht getäuscht wurde und meine Gutmütigkeit wieder einmal ausgenutzt wurde oder werden sollte.

Und das kann einem nicht nur bei „Fremden“ passieren, das schaffen auch Verwandte.

Es stimmt wohl und ich sollte mich endlich daran gewöhnen ,Pünktchens Rezept anzuwenden.

Das will ich hier verraten, denn ich weiß , auch andere haben mit diesem Thema, so ihre Problem.

Pünktchen meint , es sei meist einfach diese Gaukler zu erkennen.

Man sollte sich immer fragen:

Was ist an mir so einmalig für den anderen, das sich ausgerechnet dieser Mensch für mich interessiert? Was macht mich für den anderen interessant?

In vielen Fällen ,so meint Pünktchen, ergibt die ehrliche Antwort, die man sich selber gibt, dann auch ob das wohl Freundschaft sein könnte , oder ob das eher Berechnung ist.

So erging es mir jetzt auch gerade, als ich nicht bereit war, die gewünschten Informationen zu liefern, wurde ich „abgeschoben aufs Abstellgleis“.

Ich weis ja nicht wie sie das machen. Ich habe in solchen Fällen mittlerweile eine einfache Lösung.

Oft kann man ja den Kontakt nicht verweigern,aber man muss dem anderen weder Informationen liefern, noch den Kontakt mit ihm suchen.

Motto, wenn du was willst ,kannst du mir schreiben, ich werde dir antworten, aber außer einem kurzen Gruß hast du nichts mehr zu erwarten, in diesem Sinne , lieber Gaukler, frohe Weihnachten, einmal im Jahr bekommst sogar du eine Antwort….Wortgestoeber