Jeff Bezos ….ich komme……

……….die „großen Helden“ werden frech.

Heute kamen Reminszenzen an meine Kindheit hoch.
Als Kind ging ich nicht gern allein einkaufen. Der Grund war ein einfacher. Die Verkäuferinnen, damals gab es noch mehr Einzelhändler die bedienten, als heute , waren mir gegenüber immer sehr nun heute würde man sagen „frech“.
Wenn die Mutter bat doch ein Brot zu kaufen, eine Aktion die normalerweise in gut 30 Minuten erledigt sein sollte, dauerte das oft gut zwei Stunden, denn wie es damals immer zu hören war“Kinder haben Zeit, die können warten“ Und so kam es obwohl ich an der Reihe gewesen wäre, musste ich doch warten bis die erwachsenen Kundinnen , auch die die nach mir das Geschäft betreten hatten, bedient worden waren. Um meinen Einkauf tätigen zu können. Für ein Kind ein frustrierende Situation, vor allem wenn es immer wieder in unterschiedlichsten Geschäften vorkommt, so das man eigentlich von Regel ausgehen konnte.Genauso fand ich , wie so viele Kunden den überheblichen Spruch“Sehen sie nicht das wir uns unterhalten, da müssen sie eben warten“ den damals auch erwachsene Kunden von unwilligem Personal zu hören bekam, wenig animierend etwas zu kaufen.Bei mir rief diese ganze Angelegenheit einen grundlegenden Widerwillen gegen einkaufen jedweder Art hervor, der sich bis heute nicht gelegt hat.
Heute musste ich also wieder einmal der wöchentliche Einkauf stand wiedre einmal an. Nicht zu verhindern , notwendiges Übel.
Um 8:30H machte ich mich auf den Weg hoffend ,wenn man so früh geht , es gäbe die Möglichkeit meine vier Geschäfte , in denen ich zu tun hatte, bis wenigstens12:30H besucht zu haben.
Das war wohl ein Satz mit x , war nix.
Ich hatte die Rechnung ohne …. das Personal gemacht.
Gleich im ersten Geschäft begegnete mir ein weiblicher Feldwebel,der übelsten Sorte. Die Kunden wurden ,wie ich beobachten konnte ,rüde schikaniert. „Nehmen sie einen Wagen, junger Mann“ so schallte es einem Herrn entgegen,“hier kommen sie nicht ohne Wagen herein“ ging es weiter . „Sie können nicht mit der karre in den Markt, die müssen sie abladen“ wurde der Nächste zurechtgewiesen, der ein paar Wasserkästen auf dem Untergestell eines Hackenporsches festgebunden hatte und nur ,wie er betonte, sein Leergut abgeben und die vollen Kästen wieder mitnehmen wollte. Nein , der Feldwebel sah das anders.“ Da ist kein Wagen draußen“ , klagte der nächste rüde des Hauses verwiesene Kunde, „Dann müssen sie eben warten“ beschied ihn die Hüterin des Geschäftes. Dazwischen wurden die Kunden angewiesen zu warten, damit sich nur ein Kunde am Gemüseregal umsehen konnte, die Waren ,die auf das Kassenband gelegt wurden , stapelte sie hinter ihrer Plexiglasabschirmung, um möglichst schnell zu kassieren, dann den Kunden die Waren regelrecht in die Hand zu drücken damit der nächste abgefertigt werden konnte. Ich ließ mich mit ihr auf einen Disput ein, denn ich hatte Erdbeeren erworben , die ich unbeschädigt ,ohne Druckstellen nach Hause bringen wollte, Ich wies sie daraufhin, das eine solche Stapelbehandlung diesen nicht gut täte. Der Feldwebel meinte daraufhin , das sei eben zur Zeit in Deutschland so und wenn es mir nicht passe, ich müsste ja nicht dort einkaufen gehen.Mein Einwand sie müsse eben auch dort nicht arbeiten, brachte mir Zustimmung seitens der malträtierten Kundschaft ein. Die „Heldin der Arbeit“ nahm es hoheitsvoll nicht zur Kenntnis. Im zweiten von mir besuchten Geschäft wurde mir der Eintritt verweigert, ich hatte zu warten bis Kunden ihre Unterhaltung miteinander hinter dem Kassenbereich erledigt hatten und das Geschäft verließen. Dafür durfte ich mir an der Wurst und Fleischtheke das zu kaufende Produkt nach Meinung des Personals nicht ansehen, sondern hätte genau wissen müssen ,wie viel ich von welcher Sorte Aufschnitt erwerben wollte, denn an der Theke entlang gehen und sich die Dinge ansehen, stand nicht auf der Agenda des Personals, über das erwünschte Wohlverhalten der Kundschaft ,wie mir ebenfalls in rüdestem Ton mitgeteilt wurde. Da bin ich Stammkunde und der Metzger, Chef dieser „Alltagshelden“ musste kommen, um seine Mannschaft über das Missverständnis , das hier unter Garantie keine Befehlsempfänger für die Bedürfnisse des Personals , sondern Kunden stehen , aufklären.
Der nächste Laden ging direkt, das Personal hatte wohl bereits das Erlebnis zu beklagen, das sich Kunden gegen unverschämte Behandlung erfolgreich zu Wehr sehr setzen. Jedenfalls benahm man sich. Nun last not least der Laden Nummer vier. Rein zu kommen war eine Kunst die man erst einmal in Erfahrung bringen musste, denn die normale Tür war verbarrikadiert, die Kunden wurden über Umweg und Notausgänge in das Geschäft gelassen.
Die Verkäufer auch hier die Rolle des „Helden“sichtlich genießend, machten sich selbstverständlich unverzüglich daran, in den Kunden das Gefühl von
Gefängnisinsassen oder Rekruten einer Strafkompanie zu erwecken, in dem man rüpelnd ,unhöflich, rüde zurechtgewiesen wurde, Denn getan werden sollte, was das Personal wünschte. Ich habe dann aufgegeben und den heimischen Großhandel besucht um meine restlichen Einkäufe in relativem Frieden, ohne permanente Maßregelung durch das Personal zu erledigen.
Die Erinnerung an meine Kindheit und das damals übliche Verhalten von Verkaufspersonal konnte ich leider nicht ignorieren, ob des nun anscheinend üblichen Verhaltens der Verkäufer. Jeff Bezos ….ich komme!!!!

2 Gedanken zu “Jeff Bezos ….ich komme……

  1. Ich musste ja insgeheim grinsen, weil auch ich mich an meine Kindheitserlebnisse sehr gut erinnern kann und diese hier von dir beschriebenen nur bestätigen kann. Aber wenn mir heute solch ein Drachen (Entschuldigung… man nennt sie ja heutzutage STARKE Frauen) so dämlich wie bei dir kommt, wird die knallhart zusammengefaltet… ohne jegliche Verluste!
    LG 😉

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    • Hätte man machen sollen, da hast Du recht,ich bevorzuge mittlerweile die „damenhafte version“ Abstimmung mit den Füssen , sprich ich geh woanders hin, es gibt genug andere geschäfte oder wenn es mir reichlich zu bunt wird, nun es gibt noch Geschäftsleitungen, da findet sich eigentlich immer ein offens Ohr und für diese , wie Du sie nennst „Drachen“ ein Drachenbändiger.

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