Kinder, Kinder..

 

… wie Samtpfötchen zu uns kam

Unsere Prinzessin verließ uns nach 23 Jahren und nachdem eine angemessene Zeit vergangen war entschieden wir uns wieder einer Katze anzubieten zu uns zu ziehen.

Zuerst einmal mussten Pünktchen und ich uns darüber klar werden , was genau wir suchen.

Die Entscheidung fiel zu Gunsten einer Tigerkatze ,weiblich, mit rosa Nase und jung sollte sie sein.

Damals wurde so etwas in den entsprechenden Tiersendungen im TV und in der Zeitung angeboten.

Nun also auf, verschiedene Tierschutzorganisationen „warteten“ auf unseren Besuch.

Die mir ja schon bekannte Veteranen Parade würden wir schon zu verhindern wissen, meinte Pünktchen, mit dem ihr angeborenen grenzenlosen Optimismus.

Was in den einzelnen vereinen auf uns zukam will ich hier nur anhand zweier mir sehr im Gedächtnis gebliebenen Erlebnisse schildern.

Wir besuchten eines der umliegenden Heime und äußerten den Wunsch, die dort ansässige Katzenfamilie zu besuchen, was uns gerne erlaubt wurde. Es kam zu Fragen nach unsere Wohnsituation und ob die Katze denn die Möglichkeit hätte, ein eigenes Revier zu besetzten. Im jedem Fall waren unsere Antworten nicht im Sinne der Tierschützer und man erklärte uns die ansässige Katzenfamilie käme in gar keinem Fall in Frage es geben nur die Möglichkeit , nun dort hinten hinter den Hundezwingern hätte man noch ein Katzengruppe ,davon wäre man bereit ein Tier abzugeben. Wir könnten sie uns ja einmal ansehen. Nun muss ich dazu erklären, aus welchem Grund auch immer, die meisten Katzen mögen mich und lassen sich gern auf ein Kennenlernen mit mir ein.

Dort,ein Trampelpfad führte durch bewaldetes Gelände zu einer Hütte, saßen also Katzen.

Ein wunderschöner britisch Kurzhaar Kater( die Katzen aus der Katzenfutterwerbung) fiel mir sofort ins Auge. Ich trat auf ihn zu , stellte mich vor, er ließ sich gnädig dazu herab, mich zu begrüßen und … biss mich heftig in den Unterarm.

Nun kein großes Ding war der erste Gedanke von Pünktchen und mir, am Abend dachten wir anders.

Der Arm schwoll beängstigend an. Da war wohl ein Besuch in der Krankenhaus Notaufnahme fällig, und die behielten mich zur Beobachtung gleich da. Sicher Tierschutz Tiere sind wohl alle gegen Tollwut geimpft und wir beide sind Dank des Verantwortungsbewusstsein unseres Hausarztes natürlich gegen Tetanus geimpft Aber das ganze war den Medizinern im Krankenhaus denn doch irgendwie suspekt…sicher am nächsten Tag habe ich mich selbstständig zu meinem Hausarzt entlassen, der dann 14 Tage täglich meinen Besuch erwartete… Die Tierschützer bestätigten übrigens auf die dringende ,mit heftigen Vorhaltungen was ihnen sonst blühen würde, Anfrage meines Hausarztes das Tier war geimpft..

Wir nahmen die Suche wieder auf ,eine neue Tierschutztante bat uns zur Besichtigung ihrer bei sich beherbergten Katzengruppe. In einem großzügigen Einfamilienhaus wurden wir in ein Zimmer unter dem Dach geführt. Hier sollte sich die Katzengruppe befinden. Pünktchen erinnert sich noch wie ich, alles war mit schwarzen Velours Teppichboden ausgelegt und es gab Würfel und Rampen und tonnenähnliche Gegenstände, alles mit schwarzen Velours Teppichboden belegt. Wir sollten still sitzen wurden wir angewiesen, dann kämen die Katzen, dann verließ uns die Dame. Leider hatte sie vergessen, das auch ihren Schützlingen zu erklären.Wir säßen heute noch da, es zeigte sich kein Tier.

Die Dame kehrte nach angemessener Zeit zurück und erklärte sie wüsste, was ich genau suchen würde. Ich wurde in eine helles großzügiges Wohnzimmer geführt, dort saß in einem Korb eine stolze Katzenmama mit ihren niedlichen Jungen. Ich erinnere mich genau, sogar ein kleines Tigerkind war dabei. Die wollte ich zu gern haben, nur wie die Dame mir erklärte, die würden zwar abgegeben, aber eben nicht an uns. Wir wären nun mal nicht die richtigen Adoptiveltern für so ein kleines Tigerkind. Für uns kämen nur die oben unter Dach in Frage ,die scheuen Streuner, die würden schon mit der Zeit zahm…Ich ging nach oben ,war tot unglücklich, weinte und Pünktchen entschied , wir gehen, der Versuch wird abgebrochen, es reicht.

Unser Samtpfötchen bekamen wir dann durch den Tip einer Freundin, die riet nach Katzenkindern in einem der damals modernen Anzeigenbättern zu suchen und ausschießlich von privat.

Pünktchen fand dann in einem dieser Blätter eine Anzeige ,die zu passen schien und rief die Familie an. Ich durfte kommen , das Ergebnis war.. man denkt es sich schon unsere geliebte Samtpfote.

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