Willkommen in der Bananenrepublik

 

 

Jeder von uns weis, es gibt nichts geschenkt.

Aber wir alle hoffen und erwarten doch eigentlich , wenn uns jemand etwas empfiehlt, vor allem wenn es sich hierbei um einen Meinungsführer oder eine so beschriebene Autoritätsperson handelt, das er oder sie von der Qualität überzeugt sind.

Genauso erwarten wir, wenn wir bestimmte Wünsche äußern, was oder wie etwas gemacht werden soll, das wir ja bezahlen müssen, das dies dann in unserem Sinne nach unserem Wunsch erledigt wird.

Nur von solchen Idealen sollte man sich verabschieden, schnell verabschieden, wenn man in dieser Bananenrepublik einigermaßen gut durchkommen möchte.

Die Prämien , Provisionen, das Bakschisch locken .

Dafür tun viele alles , auch das in sie und ihren Berufsstand gesetzte Vertrauen zu missbrauchen.

Das fiel mir wieder auf als, wir unser Samtpfötchen verloren haben.

Eine Bemerkung des Bestatters stieß mich geradezu darauf und ich setze mich nochmals mit ihm in Verbindung um ein wenig näheres zu erfahren.

Die Praktiken , die er mir erklärte , muss ich schon sagen , haben mich mich wirklich schockiert.

Ein Besuch bei einem befreundeten praktischen Arzt brachte weitere,nicht unbedingt erwünschte , aber doch reichlich erschreckende Erkenntnisse.

So zum Beispiel dieses.

In Deutschland sind wie wohl allen bekannt, die Taxis beige, mit Schild auf dem Dach, individueller Nummer und Taxameter ausgestattet.

Wieso kommt es dann in Hotels und Arztpraxen immer wieder vor, das der Kunde bittet ein Taxi zu bestellen und nach einer verhältnismäßig langen Wartezeit( oft ist der nächste Taxistand nur ein paar hundert Meter entfernt) erscheint ein nicht gekennzeichneter , miest nicht mit einem Taxameter ausgestatteter Privatwagen, der durch nichts außer seinem amtlichen Kennzeichen , und wer merkt sich so etwas schon, identifizierbar ist.

Der Kunde wird förmlich vom Hotelpersonal , vom Personal der Arztpraxis und vom Fahrer des PKWs genötigt, dieses Fahrzeug als Taxi zu akzeptieren. Ein Mietwagen ,wie viele schon richtig erkannt haben.

Aber was haben die Beteiligten davon? Nun ganz einfach , der Mietwagen Betreiber oder Fahrer muss den Beteiligten ein recht ansehnliches, nun nennen wir es „Honorar“ für die Beschaffung der Kundschaft zahlen. Und das möchten natürlich alle Beteiligten nicht verlieren, wenn der Kunde lieber ein zugelassenes, kontrollierbares ,echtes Taxi benutzen möchte.

Eine ähnliche Praxis wird in Arztpraxen verwandt.

Wobei man differenzieren muss, zwischen Humanmedizinern, Zahnärzten und Tiermedizinern.

Haben sie sich nicht auch schon oft gewundert, warum der Arzt immer egal was man hat ein Blutbild ,eine Ultraschalluntersuchung ,ein Blutdruck messen oder was auch immer für angebracht hält?

Nun die Erklärung ist einfach, wenn auch etwas vielschichtiger. Er muss die notwendigen Geräte kaufen und das ist nicht billig. Also muss sich die ganze Angelegenheit amortisieren.

Also muss alles was als Patient reinkommt , das Gerät benötigen, dann kann man prima abrechnen.

Der Arzt hat aber auch noch andere Möglichkeiten sein „karges“ Einkommen aufzubessern. Er verschreibt die Medikamente einer bestimmten Firma, das gibt es dann satte Vergütungen immaterieller Art, wie Reisen ( angeblich zu Vorträgen, dann kann man es von der Steuer…), Essen gehen usw.

Auch der Zahnarzt hat da so Möglichkeiten seinen „kärglichen“ Lohn ein wenig aufzubessern, wer nur mit einem Labor exklusiv arbeitet, erklärt eben den Patienten , nur und ausschließlich dieses Labor zu benutzen , dann müssen die eben den Preis zahlen.

Besondere Kapriolen treibt bei diesen Praktiken der Tierarzt.

Vertrauensvoll kommen die Menschen mit ihren Lieblingen in seine Praxis.. eine Maschine zum Geld drucken.

Erst einmal wird den Besitzern erklärt, das arme Fellbündel dürfe nun unter gar keinen Umständen mehr dieses oder jenes futtern, das wäre ja so schädlich.. natürlich glaubt der Besitzer das, zumindest erst einmal.

Was soll er auch sonst glauben..nun muss das Felltier also die vom Tierarzt vorgeschriebene Kost essen, die es nicht mag, was niemanden interessiert, es muss das eben. Das teuere Produkt gibt es natürlich nur ausschließlich beim … Tierarzt.

Kaum jemand von den Tierbesitzern schafft es, seinem Liebling regelmäßig das Gebiss zu kontrollieren… Eine neue Einnahmequelle tut sich für den Tierarzt auf. Denn nun kann er den Besitzern erklären ,das Tierchen benötige eine Zahnreinigung, da das mit einer Vollnarkose verbunden ist… herrliche Zeiten für Tierärzte..ständig wiederholbar, was das haben wir erst vor zwei Monaten gemacht? Macht nichts ist eben schon wieder so weit….

Peinlich nur wenn es herauskommt, so hat bei uns einmal ein Tierarzt versucht eine Zahnreinigung für eine knapp 2 Monate alte Katze zu verkaufen.. Schade nur, das es noch Milchzähnchen waren und wir das genau wussten.

Aber damit ist den Möglichkeiten noch lange nicht genug getan, es gibt schließlich Apotheken in diesem Land, die teilweise auch Tiermedikamente verkaufen. Oft zu erkennen an dem Schild mit stilisiertem Hund und Katze.

Nur wenn das Medikament dort erworben würde, läge die Preisgestaltung beim Apotheker und der Tierbesitzer wüsste ja auch welches Medikament gegeben würde. Das geht natürlich nicht, also hat der Tierarzt selbst eine Apotheke… alles in einer Hand,, damit das mit dem aufbessern des“ kargen“ Verdienstes gut funktioniert.

Nun irgendwann ist es mal so weit und der traurige Besitzer muss sich überlegen wohin mit Mizzi oder Wuffi. Die wenigsten von uns haben einen Garten oder einen netten Freund mit einem solchen, wo man Mizzi oder Wuffi begraben kann. Aber der nette Tierarzt hilft natürlich auch hier gern. Er arbeitet mit einem ganz bestimmten Tierbestatter zusammen, was nicht anderes heißt als er kassiert mehr oder minder dickes Bakschisch von diesem. Und natürlich ist dieser Tierbestatter ,der einzige, der in Frage kommt, da wird der Kunde ganz hart unter Druck gesetzt. Es ist ja auch immer eine Zeitfrage, so etwas muss im Falle schnell geklärt werden und die Praxis hilft nur wenn ,ja ,wenn das Bakschisch stimmt..

Bakschisch, Honorare, Provisionen wie immer man diese unter der Hand gezahlten Gelder nennen möchte, sind ein weites Feld , mal versteckt mal offen ,in jedem Fall der Kunde … der wird wenn er nicht ganz genau aufpasst in dieser Bananenrepublik an jeder Ecke von cleveren Gaunern über den Tisch gezogen .

Sicher, ich will hier nicht alle Humanmediziner, Zahnärzte , Miet Droschkenfahrer , Tierbestatter und Tierärzte wie man so sagt „über einen Kamm scheren“,hier wurden nur einige  ganz gängige Praktiken der „schwarzen Schafe“ einmal beleuchtet.

Wortgestoeber

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5 Gedanken zu “Willkommen in der Bananenrepublik

  1. Hm,da geht’s den Tieren wie den Menschen. Erinnert mich an die wasserlösliche Urne meiner Mutter für 200€ – de Überführung kostete, glaube ich, 500€ und den Privatwagen darf man nicht nehmen, das ist gesetzlich nicht erlaubt. Und so weiter. Reine Abzocke. Zum Glück hatten wir immer einen Garten, Mit einer steigenden Anzahl von Tiergräbern …

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