Ein neuer Heiliger muss her….

 

Die Feuerwehr hat ihren Schutzheiligen, genauso wie die Autofahrer, die Kaufleute, wie auch die Ärzte. Eigentlich gibt es Schutzheilige für alle oder zumindest für fast alle…

Pünktchen und ich waren , was wir regelmäßig machen, im Theater. Boulevard diesmal.Komödie , nichts zum ernst nehmen, einfach nur nett.

Außer dem Stück, dass natürlich die Hauptunterhaltung bietet, ist es auch immer wieder erheiternd, Teile des Publikums, einige Besucher zu beobachten.

Diesmal war es ein ganz besonderer Spaß, der darin gipfelte, dass von jeglicher Kultur weit entfernte Besucher den Verlauf des Stückes, zum völligen Erstaunen der Schauspieler,mit gestalten wollten.

„Mensch, hau ihm endlich eine runter „tönte es auf einmal,mitten im ersten Akt. Aber das war nur der fulminante Höhepunkt dieses spannenden Abends, den einige Besucher uns boten.

Begonnen hatte die Inszenierung von Teilen des Publikums bereits, bevor das eigentliche Stück begann.

Einlass, es klingelt, mehrfach, wie in wohl allen Theatern.

Die Besucher strömen in den Saal. Eigentlich steht ja auf der Karte,welchen Eingang man zu nehmen hat und wo genau sich der Sitzplatz befindet. Ansonsten helfen die freundlichen Ordner gern.

Hier hörten wir dann Bemerkungen wie “Wenn wir hier nicht gleich reinkommen, probieren wir es am nächsten Eingang“ „Heinz, die ganzen Reihen vorne sind noch frei, lass uns uns beeilen , damit da noch einen Platz bekommen“

Hallo, ihr lieben ,möchte man ja diesen Mitmenschen sagen, schon mal gehört,anders als in manchen Kinos , im Theater sind die Plätze fest vorgegeben.

Das gab dann auch, wie ich später beobachten konnte, richtig Probleme für die Ordner,als die rechtmäßigen Besitzer dieser Plätze ihr Recht zum nicht geringen Erstaunen von „Heinz“ und seinen Mitstreitern , geltend machen wollten.

Interessant war auch, das trotz Garderobe dicke Jacken und Mäntel in die Vorstellung mitgenommen wurden, die dann zunächst ganz sorglos auf dem, das Stück war ausverkauft,auf demNebenplatz gelagert wurden, der dann nur unter Protest für seinen Besitzer geräumt wurde.Ist ja auch eine Unverschämtheit, darauf zu bestehen einen bezahlten Sitzplatz einnehmen zu wollen, wenn der Mitmensch da seine und seiner Sitznachbarn Mäntel und Jacken gelagert hat,oder? Da kann sich der Sitzplatzbesitzer doch gefälligst einen anderen Platz suchen.

Auch zahlreiche große Tüten bekannter Warenhäuser und /oder Bekleidungsgeschäfte wollten offensichtlich das Stück nicht versäumen. Deshalb ließen sie sich von ihren Besitzern mit in den Theatersaal tragen.

Einiger der Theaterbesucher gingen in ihrer Verwechslung von Kino und Theater soweit, das sie Bierflaschen und Gläser mit in die Vorstellung nahmen.

Wo bleibt die gute Erziehung kann man da nur fragen und darum bin ich für die Einführung einen neuen Schutzheiligen.

Schließlich müssen ja solche Mitbürger, wie wir sie im Theater erleben durften,dringend einen eigenen Schutzheiligen haben. Wer sollte sie sonst vor den teilweise fatalen Folgen ihrer Fauxpas bewahren?

Wortgestoeber

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5 Gedanken zu “Ein neuer Heiliger muss her….

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