System….. Gastronomie?!

Im Moment habe ich reichlich mit der sogenannten Systemgastronomie zu tun. In derartigen Häusern war ich sehr lange nicht mehr. Ich muss feststellen Hamburger scheinen eine Welt zu sein. Das  Fastfood erobert auch noch unsere Küchen. Augenblicklich begegnet es mir überall.  Die Auswirkungen die der , wie ich feststelle, reichliche Konsum mit sich bringt , kann man  an jeder Ecke sehen. Die Zahl der massiv Übergewichtigen nimmt immer mehr zu. Das, da der übermäßige Konsum von Fastfood eine nicht zu unterschätzende Rolle spielt, ist denke ich, jedem klar. Es ist ja auch so einfach , an jeder Ecke gibt es das Gewünschte in zahlreichen unterschiedlichen Ausführungen und man kann ihn auch zu Hause selbst zusammenstellen, den Geschmack der Systemgastronomie.Die dafür benötigten Zutaten gibt es fix und fertig in jedem Supermarkt.

Aber zurück zur Systemgastronomie. Es gibt die Hamburgerbuden von wem auch immer, die Buden mit italienischem Essen ,die Buden mit chinesischem Essen, die Wurst und Pommesbuden, und ,und ,und…. eine unübersehbare Zahl…

Gemeinsam haben diese  Fast Food Anbieter, es geht schnell , es ist fett und süß oder sehr salzig.  Fett ist ein Geschmacksträger.Und extrem süß oder salzig regt an viel zu trinken .Umsatz für die Systemgastronomie.

Was mir auffällt ,bei meinen beruflichen Besuchen in der Systemgastronomie : Es scheint der Gigantismus ausgebrochen zu sein.  Die Tasse Kaffee( da gehen gut 2 von meinen normalen Tassen zu Hause rein) der Becher Softdrink (mit 0,4L fängt es an, nach oben gibt es noch größere)die Portion Fritten, alles muss groß sein, muss viel sein. Was früher normale Erwachsenen Portionen waren ,sind heute höchstens die Portionen für Kinder. Und gut , sehr gut besucht sind diese Buden.Das angebotenen Essen ist meist nicht warm , die Fritten sind kalt, matschig und salzig, der Salat, ja den gibt es da auch, war vielleicht früher einmal frisch und knackig, wenn ihn der Kunde erwirbt, ist er das bestimmt nicht mehr.Dafür ist der Geräuschpegel oft ohrenbetäubend.

Billig ist anders. Ich weiß ,für den gleichen Preis gibt es auch in normalen Restaurants oder Gaststätten etwas zu essen.Da esse ich vernünftig, nicht so fett und mit Besteck an einem Tisch von einem Teller. Während die Systemgastronomie noch das was man früher als schlechtes Benehmen bezeichnete , propagiert, das Essen mit den Fingern aus Tüten und Papp Verpackungen, in für mich, wenn ich es ansehe, irrationaler Geschwindigkeit .Das kann doch kein angenehmes Erlebnis sein, dort sein Geld zu lassen.Ich jedenfalls möchte für mein Geld auch etwas haben, Gastfreundschaft und Zeit in Ruhe etwas zu konsumieren. Etwas das ich zu Hause normalerweise nicht so unbedingt kochen würde, liebevoll angerichtet…

Auch scheinen die Mitarbeiter seitens dieser gastfreundlichen Stätten angehalten zu werden, den Kunden möglichst große Portionen zu verkaufen, selbst wenn Kunden das so vielleicht gar nicht möchten. Die Gastronomie züchtet die Übergewichtigen mit System, so könnte man Systemgastronomie auch erklären, wenn jemand fragt, fragt ja keiner.Vielleicht hat das alles ja ein System? Nur wir erkennen es nicht?

Was treibt die Menschen nur in diese Buden, die ihnen die Figur verderben, die die Gesundheit bei übermäßigen Besuch massiv schädigen können und noch nicht einmal ein angenehmes Erlebnis sind? Es stinkt in den Buden, wenn man sie verlässt , weiß jeder wo man war, die Nase verrät es. Es herrscht Selbstbedienung, man muss sein Geschirr noch selber wegbringen, man soll dafür zahlen , das man abgefertigt wird? Ich versteh es nicht.

Gastronomie beinhaltete das Wort Gast. Der Gast wird bewirtet, das sehe ich dort in dieser Schnellabfertigung nicht.

Wortgestoeber

 

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5 Gedanken zu “System….. Gastronomie?!

  1. Hallo Wortgestöber,

    natürlich hast Du im Grunde mit Deinen Ausführungen vollkommen recht und es steht außer Frage, dass wir uns mit dem Fast Food keinen Gefallen tun. Allerdings gebe ich auch zu, dass ich ab und an (und damit meine ich vielleicht 3, 4 x im Jahr) dort einen Abstecher hin mache. Allerdings halte ich nichts von diesen Monster-Portionen, ich begnüge mich meist mit einem kleinen Burger und einer kleines Pommes. Wobei es auch dort Unterschiede gibt. Und wir haben einen mexikanischen Fastfood-Stand bei uns im Zentrum, wo wir ab und zu wirklich gerne mal hingehen.

    Der Gedanke, dort einmal oder gar mehrfach die Woche hinzugehen, verursacht auch bei mir Unbehagen. Wohin der Trend geht, hast Du ja hinreichend beschrieben.

    Nun wünsche ich Dir trotzdem eine schöne Woche und lasse Dir viele liebe Grüße hier,
    Kerstin

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  2. Ich hab’s längst aufgegeben, mich drüber zu wundern – ich versuche lieber, im Rahmen meiner kleinen Möglickeiten gegenzusteuern und die Menschen in meinem Umfeld zu überzeugen, dass man auch sehr leicht, einfach und preiswert frisch und vollwertig essen kann.
    Die scheinbar breite Masse erreicht man eh nur schwer 😉

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  3. @Frau Mohr, wieso sollte man die breite Masse erreichen wollen?
    Jeder ist für sich selbst (bzw. seine minderjährigen Kinder) verantwortlich. Wir regen uns ständig darüber auf, dass alles für uns per Gesetz, Vorschrift, Moral usw. reglementiert wird, dass wir überall kontrolliert, überwacht und gemaßregelt werden, aber gerade beim Essen haben wir die leichteste aller Möglichkeiten zu entscheiden was wir wollen: essen oder lassen.

    Das Übel liegt m.E. woanders. Wenn in einer Familie schon kaum mehr mit frischen Zutaten bewusst gekocht wird, auch da lauern Fett- und Zuckerfallen, schleicht es sich still und leise ein, nicht mehr auf NährWERTE zu achten, weil es normal ist, wenn es ist ja „überall“ drin.
    Das beste was man tun kann, ist wirklich als Beispiel (v.a. in der Familie oder im nahen Umfeld) voranzugehen, so wie du das machst. Ich mach das auch so, aber ich mag auch ab und an Pommes von den Geächteten. Die sind dort übrigens außen kross, innen weich und sehr lecker, denn matschige würde ich dort reklamieren wie schlechte Ware überall sonst auch. Wahrscheinlich gilt hier wie überall im Leben: alles in Maßen – und Verbote locken erst recht.
    Das kann man übrigens auf Süßigkeiten, klebrige Getränke und und und ausdehnen.

    Es isst eben jeder was und wie er will, ich finde das muss man einem mündigen Menschen zugestehen, auch wenn der sich damit schadet.

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