Das überlegen wir uns noch…

eine Unsitte macht die Runde. Der Spruch:“Wir können nicht zusagen, wir melden uns…“Den hört man so , oder so ähnlich immer mehr.

Nicht nur ausgeschriebene Aufträge sind in der Vergabe nicht mehr sicher. Früher konnte man davon ausgehen, wenn ein Auftrag mit entsprechendem Vergabedatum ausgeschrieben war, wurde er auch sicher zu diesem Datum vergeben. Heute“wir melden und, wir wissen nicht…“ Was? „Wir müssen uns erst einmal überlegen, ob wir den Auftrag überhaupt vergeben möchten“ Das sind keine kleinen Kleckerfirmen ,die solch ein Verhalten an den Tag legen, hier ist die Rede von weltweit agierenden, internationalen Firmen.

Genauso ergeht es einem bei privaten Verabredungen und Einladungen. Egal wie früh oder wie zeitnah am projektierten Termin diese getroffen werden soll, es kommt immer häufiger die Antwort:“wir melden uns, wir wissen nicht…“

Da ist keinerlei Planung mehr möglich, Weder privat noch beruflich.

Hält man die projektierte Zeit für den Auftrag oder die Einladung frei, kann es einem passieren, daß man Leerlauf hat.

Nimmt man andererseits einen anderen Auftrag oder eine andere Einladung an und die „Wir melden uns“ Fraktion beschließt dann doch einen in ihrer Planung zu berücksichtigen, steht man vor einem Problem. Beruflich ist es fast unmöglich einen Auftrag dieser Fraktion abzulehnen, daß vergessen die nämlich nie.. Weil sie sich ja mit ihrer „Technik“ im Recht fühlen.Machen ja schließlich alle so.

Und privat?Was sage ich jemandem , den ich eingeladen habe, der ich bis zur letzten Minute mit seiner Zusage warten ließ?Vorbereitungen für eine solche Einladung sind nicht möglich, ich bliebe ja je nach dem auf Speisen und Getränken sitzen.Aber Gäste aus dem „Stegreif zu bewirten geben wohl die meisten Haushalte nur äußerst beschränkt her.

Was denken sich solche Menschen, die solches Verhalten an den Tag legen?

Es sit anmaßend und äußerst unhöflich sich in dieser Form zu verhalten. Man zeigt mit solchem Verhalten seine Mißachtung dem anderen gegenüber.

Diese Menschen möchten sich alle „Optionen  offenhalten“Drum prüfe wer sich ewig bindet, ob sich nicht noch was besseres findet“ sagt schon Friedrich Schiller in seinem Lied von der Glocke und das ist über 200 Jahre her.

Aber genauso ist es in meinen Augen äußerst anmaßend, jemanden kurzfristig, von einem auf den anderen Tag anzurufen um ihn,  ja ich habe immer das Gefühl ,zu sich „zu zitieren“. Der Anrufende nennt es „Einladung“und hat die Erwartung , man sagt freudig alle anderen Termine ab, nur weil er anrief und auf einmal „Interesse“ für einen hat.

Ich empfinde beide Formen,das kurzfristige „Zitieren“ sowohl als auch die Fraktion“Wir melden uns“ als äußerst unhöflich, es gibt dem anderen das Gefühl der „Lückenbüßer „zu sein.jemand mit der Option“Wenn mir nichts besseres einfällt, kannich ja mal dich in Erwägung ziehen“

Privat bin ich soweit, daß ich solch ein Verhalten rigoros goutiere und solche „Verabredungen“ nicht mehr akzeptiere und auch dann nicht mehr bereit bin solche Menschen noch einmal einzuladen. Ich finde ein solches verhalten kann man sich zwei mal bieten lassen,das erste und das letzte Mal.

Beruflich kommt man leider um solche eingebildeten Lackel von Auftraggebern nicht immer herum

Und leider Seuchen verbreiten sich schnell, darum heißen sie ja Seuchen.

 wortgestoeber

 

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Ein Gedanke zu “Das überlegen wir uns noch…

  1. Stimm ich dir zu! Wer ohne guten Grund bis zur letzten Sekunde mehrmals nicht weiß, ob er meiner Einladung folgen will, hat in meinem nahen Umfeld nichts mehr zu suchen.
    Wer mich nicht treffen will, soll eben woanders eine schöne Zeit erleben. Das macht beim nächsten Fest die Planung der Gäste einfacher. 🙂

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